22:18 27 September 2020
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    Der einstige Folterchef und einer der Anführer der menschenverachtenden Roten Khmer in Kambodscha, Kaing Guek Eav, der von einem Tribunal unter UN-Ägide wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt worden war und eine lebenslange Haftstrafe verbüßt hatte, ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Dies berichten internationale Medien.

    Später bestätigte der Sprecher des Rote-Khmer-Tribunals, Neth Peaktra, diese Informationen gegenüber dpa.

    Todesursache nicht bekannt

    Der 77 Jahre alte Kaing Guek Eav, auch „alias Duch“, „Genosse Duch“ oder „Deuch“, ist am Mittwoch in einem Krankenhaus in der Hauptstadt Phnom Penh gestorben. Die genaue Todesursache war zunächst nicht bekannt.

    Duch war im Jahre 2010 wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu 35 Jahren Haft verurteilt worden. Nachdem das Tribunal eine Berufung abgelehnt hatte, erhielt er 2012 eine lebenslange Haftstrafe. Als Leiter des Gefängnisses S-21 war er für Folter und Tod Tausender Gefangener verantwortlich. Medienberichten zufolge geht es um etwa 15.000 Todesopfer.

    In dem als Tuol Sleng bekannten Gefängnis, in dem sich heute ein Genozid-Museum befindet, wurden im Zeitraum von 1975 bis 1979 mehr als 12.000 Menschen festgehalten.

    Die Roten Khmer waren 1975 unter Führung von Pol Pot in Kambodscha an die Macht gekommen; sie regierten das Land bis 1979 totalitär als Staatspartei. In dieser Zeitspanne wurden 25 Prozent der städtischen und 15 Prozent der dörflichen Bevölkerung des Landes – knapp zwei Millionen Menschen – getötet.

    ak/dpa/sna/sb

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    Tags:
    Krankenhaus, Tote, Folter, UN, Kambodscha