08:31 30 September 2020
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    Trump besucht Kenosha nach Ausschreitungen; Vorerst keine weitere große Demonstration in Berlin; Schwarze Ex-Konzessionsinhaber klagen gegen McDonalds; USA lehnen Teilnahme an weltweiter Initiative für Corona-Impfstoff ab; Erster Kennedy verliert Senats-Vorwahl in Massachusetts; Duisburg plant Pokalspiel mit Fans

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Mittwoch geschehen ist.

    Trump besucht Kenosha nach Ausschreitungen

    US-Präsident Donald Trump hat die Ausschreitungen in der Stadt Kenosha als anti-amerikanische Krawalle und inländischen Terrorismus bezeichnet. Die zum Teil gewaltsamen Proteste waren ausgebrochen, nachdem ein Polizist einem Schwarzen bei einem Einsatz sieben Mal in den Rücken geschossen hatte. In den Straßen wurde der Konvoi des Präsidenten von Demonstranten gegen Rassismus und Polizeigewalt, aber auch von seinen Anhängern empfangen. Trump schaute sich unter massiven Sicherheitsvorkehrungen ein abgebranntes Geschäft an und traf sich mit Vertretern von Sicherheitskräften und einigen örtlichen Unternehmern.

    Vorerst keine weitere große Demonstration in Berlin

    Die Stuttgarter Initiative Querdenken 711 will zunächst keine weitere große Demonstration gegen die Corona-Politik in Berlin organisieren. Das sagte der Organisator Michael Ballweg in einem Interview mit dem SWR, das im Messenger-Kanal des Vereins gepostet wurde. Man habe jetzt in Berlin zwei große Demos durchgeführt, seien aber eigentlich Querdenken 711, also Organisatoren für Stuttgart, und hätten jetzt beschlossen, in Berlin keine Demo zu machen, sondern in die Heimat zurückzugehen. Der für Berlin zuständige Ableger Querdenken 30 werde nun Demonstrationen in der Hauptstadt organisieren.

    Schwarze Ex-Konzessionsinhaber klagen gegen McDonalds

    Mehr als 50 schwarze ehemalige Konzessionsinhaber von McDonalds-Schnellrestaurants in den USA haben den Fast-Food-Konzern wegen Diskriminierung verklagt. Die Kläger werfen der Schnellrestaurantkette vor, ihnen schlechtere Bedingungen gegeben zu haben als weißen Franchise-Nehmern, berichteten US-Medien. Unter anderem seien sie gedrängt worden, ihre Filialen in Gegenden mit niedrigem Umsatz, aber höheren Betriebskosten zu öffnen. Sollte das zuständige Gericht im Bundesstaat Illinois den Klägern Recht geben, müsste McDonalds im schlimmsten Fall mit einer Schadenersatzzahlung in Milliardenhöhe rechnen. Aus den Gerichtsunterlagen geht zudem hervor, dass die Zahl der schwarzen Konzessionsinhaber seit 1998 von 377 auf 186 gefallen ist. Die Kläger betonen, dass McDonalds sich öffentlich zu einer Gleichbehandlung Schwarzer bekennt, und argumentieren, dass die Ideale des Unternehmens seinem Handeln widersprächen. In einer Stellungnahme an US-Medien weist McDonalds die Vorwürfe zurück.

    USA lehnen Teilnahme an weltweiter Initiative für Corona-Impfstoff ab

    Die US-Regierung lehnt eine Teilnahme an der internationalen Initiative Covax ab, die einen fairen weltweiten Zugang zu Covid-19-Impfstoffen garantieren soll. Die USA ließen sich nicht durch multilaterale Projekte einschränken, die unter dem Einfluss der korrupten Weltgesundheitsorganisation und Chinas stünden, hieß es in einer Erklärung aus dem Weißen Haus. Covax wird federführend von den Impfallianzen Gavi und Cepi und von der WHO getragen. Die USA waren im Juli aus der WHO ausgetreten. Präsident Donald Trump warf der in Genf ansässigen Organisation vor, zu spät über die Gefahr des Coronavirus informiert zu haben und unter der Kontrolle der Regierung in Peking zu stehen, obwohl China geringere Beiträge an die WHO zahle als die USA. Trump macht die WHO mitverantwortlich für die hohe Anzahl der Toten im Zusammenhang mit dem Virus.

    Erster Kennedy verliert Senats-Vorwahl in Massachusetts

    Mit dem 39-jährigen Joe Kennedy III. hat erstmals ein Mitglied der US-amerikanischen Polit-Dynastie eine Wahlniederlage im Heimat-Bundesstaat Massachusetts erlitten. In der Vorwahl der Demokraten für den US-Senat verteidigte Amtsinhaber Ed Markey seinen Sitz. Kennedy räumte in der Nacht zum Mittwoch seine Niederlage ein. Der 74-jährige Markey sagte in seiner Siegesrede: „Priorität Nummer eins ist jetzt, Donald Trump aus dem Weißen Haus zu entfernen.“ Kennedy wurde für die Demokraten 2013 ins Repräsentantenhaus gewählt, wollte nun aber in den Senat wechseln. Markey wurde in dem Rennen auch vom sogenannten progressiven Flügel der Demokratischen Partei unterstützt, der auf soziale Reformen dringt.

    Duisburg plant Pokalspiel mit Fans

    Fußball-Drittligist MSV Duisburg möchte sein Erstrundenspiel im DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund vor Zuschauern bestreiten. Dafür hat der Club beim Duisburger Gesundheitsamt ein entsprechendes Hygienekonzept eingereicht, wonach unter Berücksichtigung der in Nordrhein-Westfalen gültigen Corona-Schutzverordnung eine Zulassung von bis zu 8000 Besuchern in der Duisburger Arena möglich sein könnte. Das wäre rund ein Drittel des Stadion-Fassungsvermögens. Aber auch mit weniger Fans im Stadion wäre der MSV laut eigener Aussage zufrieden. Der Club empfängt den Revierrivalen BVB am 14. September. Ohne Ticketeinnahmen würden dem finanziell angeschlagenen Drittligisten wichtige Einnahmen fehlen. Die Stadt Duisburg hat die Erlaubnis, vor Zuschauern zu spielen, bisher verweigert.

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