17:06 29 September 2020
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    Eine der Aufgaben der Nachregistrierungstests des Covid-19-Impfstoffs wird laut Aussagen des Chefs des russischen Gamaleja-Instituts für Epidemiologie und Mikrobiologie, Alexander Ginzburg, die Forschung an Freiwilligen im Alter von über 60 Jahren sein. Die ersten Institutsmitarbeiter wurden laut seinen Worten bereits geimpft.

    Ginzburg teilte am Mittwoch mit, dass einige Mitarbeiter seines Forschungsinstituts im Alter von 70 bis 80 Jahren bereits geimpft worden seien.

    „Mindestens zehn bis 15 Menschen. Sie sind alle munter, gesund, aktiv, halten Vorlesungen, behandeln ihre Patienten, treiben Sport. Die Impfung hat sie nicht beeinflusst“, sagte er.

    Ginzburg verwies darauf, dass er selbst im Alter von 68 Jahren vor einigen Monaten geimpft worden sei und sich wohl fühle. Vorher hatte er gesagt: „Eine Aufgabe der Nachregistrierungstests (des Covid-19-Impfstoffs – Anm. d. Red.) sind die Forschungen und Gruppen von Freiwilligen, die älter als 60, 70, 80 Jahre sind – die freiwilligen Gruppen sollen aus Moskauern gebildet werden. Und ich hoffe, dass das, was ich Ihnen gesagt habe, offiziell bestätigt wird und der Impfstoff für die älteren Menschen im Alter von 70 und 80 Jahren oder mehr genutzt werden darf.“

    Die Teilnehmer an den Nachregistrierungstests werden ihm zufolge aufmerksam von Ärzten kontrolliert. Sie würden aber nicht in Krankenhäuser gebracht, sondern die notwendigen Proben würden ihnen vor, während und nach diesen Forschungen entnommen.

    Zuvor war mitgeteilt worden, dass der russische Politiker und Parteivorsitzende der Liberal-Demokratischen Partei Russlands (LDPR), Wladimir Schirinowski, der 74 Jahre alt ist, geimpft worden sei. Früher sprach man davon, dass der Impfstoff an Personen im Alter von 18 bis 60 Jahren getestet worden sei. Für die Impfung von Menschen ab 60 Jahren waren zusätzliche Forschungen notwendig.

    Bereits geimpft

    Am Mittwoch hatte der russische Minister für Industrie und Handel, Denis Manturow, mitgeteilt, dass er vor zwei Wochen mit „Sputnik V“ geimpft worden sei. Laut seinen Worten hatte er am ersten Tag eine erhöhte Temperatur. Am dritten Tag nach der Impfung soll er bereits keine Beschwerden gehabt haben. „Heute kann ich nach zwei Wochen sagen, dass sich nichts im Körper verändert hat.“

    Neben Manturow und Schirinowski waren zuvor unter anderem der russische Vizepremier Marat Chusnullin, der Gouverneur der Region Kursk, Roman Starowojt, sowie eine Tochter des russischen Präsidenten Wladimir Putin geimpft worden.

    Russischer Corona-Impfstoff

    Russlands Gesundheitsministerium hatte zuvor einen vom Gamaleja-Institut entwickelten Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus zur breiten Verwendung in der Bevölkerung zugelassen. Der Impfstoff erhielt den Namen „Sputnik V“. Nach der Verabreichung bei allen Freiwilligen sind die Impftiter hoch. Wie die Untersuchungen zeigten, gab es keine ernsthaften Nebenwirkungen.

    Kirill Dmitriev, CEO des russischen Direktinvestitionsfonds (RDIF), der die Entwicklung und Produktion des Impfstoffes finanziert, sagte zuvor, dass der Fonds Kaufanfragen für insgesamt eine Milliarde Impfdosen aus mehr als 20 Ländern erhalten habe. Zudem habe Russland eine lokale Impfstoff-Produktion mit fünf Ländern vereinbart. Die vorliegenden Kapazitäten ermöglichen es, innerhalb eines Jahres 500 Millionen Impfdosen herzustellen. 

    ak/sna/sb

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    Tags:
    Tests, Impfstoff, Alexander Ginzburg, Gamaleya-Institut, Russland