22:18 30 September 2020
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    Präsidentenwahl in Weißrussland (119)
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    In Weißrussland sind am Donnerstag 26 Teilnehmer nicht genehmigter Protestaktionen festgenommen worden, teilte das Innenministerium des Landes mit.

    Das Ministerium berichtete bei Telegram, am 3. September hätten im Land öffentlich-politische Massenveranstaltungen stattgefunden. Um die Sicherheit ihrer Abhaltung zu gewährleisten und die Ordnung aufrechtzuerhalten, seien notwendige Maßnahmen ergriffen worden, hieß es. 

    „Auf dem Territorium von neun Ortschaften der Republik haben 30 Protestaktionen stattgefunden, deren Teilnehmerzahl 850 Menschen betrug.“

    26 Personen seien wegen Verstoßes gegen das Versammlungsrecht festgenommen. Für sieben Menschen steht nun ein Gerichtsverfahren aufgrund administrativer Verstöße an.

    In der weißrussischen Hauptstadt Minsk sei in 18 Orten eine Bürgerversammlung festgestellt worden, unter anderem in der Nähe des Gebäudes des Außenministeriums, des Untersuchungsausschusses und der Verwaltung für innere Angelegenheiten. 

    In allen Regionen des Landes seien 20 Massenveranstaltungen zur Unterstützung des Friedens, der Sicherheit und der Ruhe abgehalten worden. Daran hätten sich fast 10.000 Menschen beteiligt, so das Ministerium.

    Massenproteste in Belarus 

    Die Massenproteste in Weißrussland hatten am 9. August nach der Präsidentschaftswahl begonnen, bei der sich Lukaschenko zum sechsten Mal in Folge zum Wahlsieger hatte ausrufen lassen. Nach Angaben der weißrussischen Wahlbehörde kam der seit 1994 regierende Lukaschenko auf 80,1 Prozent der Stimmen. Die führende Oppositionskandidatin Swetlana Tichanowskaja erhielt 10,12 Prozent.

    Allerdings erkennt sie ihre Niederlage nicht an: Laut ihrem Wahlkampfteam gewann sie die Wahl mit 70 bis 80 Prozent der Stimmen. Schon spät am Wahltag gingen landesweit Tausende Menschen auf die Straße. Die Demonstrationen waren nicht von den Behörden genehmigt.

    In der Hauptstadt Minsk errichteten Demonstranten Barrikaden aus Mülltonnen. Die Miliz (Polizei in Weißrussland - Anm. d. Red.) trieb zunächst nach eigenen Angaben die Protestierenden mit Tränengas, Wasserwerfern und Blendgranaten auseinander, verzichtete aber später auf solche Methoden.

    ao/ae/sna

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