05:56 21 September 2020
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    Im Prozess um den blutigen islamistischen Terroranschlag auf das französische Satiremagazin „Charlie-Hebdo“ hat ein mit besonders schwerwiegenden Vorwürfen konfrontierter 35-Jähriger seine Freilassung gefordert, meldet die Nachrichtenagentur AFP am Montag.

    „Ich verstehe immer noch nicht, was ich in der Angeklagtenbox soll“, sagte Ali Riza Polat im Pariser Verhandlungssaal.

    Dem Mann, der seine Unschuld beteuerte, wird Beihilfe vorgeworfen - ihm droht eine lebenslange Haftstrafe.

    Prozess begann am 2. September

    Im Prozess um die Terrorserie vom Januar 2015 mit 17 Toten sind 14 Menschen angeklagt - drei von ihnen sind aber flüchtig. Vor einem besonders zusammengesetzten Gericht für Terrorfälle wird nicht nur der Anschlag auf die Redaktion von „Charlie Hebdo“ verhandelt, sondern auch die Terrorattacke auf einen koscheren Supermarkt in Paris. Die drei Täter wurden damals von Sicherheitskräften erschossen.

    Schwere Vorwürfe - hohe Haftstrafen drohen

    Ali Riza Polat soll Amédy Coulibaly nahegestanden haben, der am Tag nach dem Anschlag auf das Satiremagazin eine Polizistin im Süden von Paris erschoss und am Tag darauf vier Geiseln in dem koscheren Supermarkt tötete. Den Angeklagten wird vorgeworfen, in unterschiedlicher Weise bei der Vorbereitung der Anschläge geholfen sowie einer terroristischen Vereinigung angehört zu haben. In den meisten Fällen drohen hohe Haftstrafen von bis zu 20 Jahren. Der Prozess läuft noch bis Mitte November.

    am/dpa

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    Tags:
    Prozess, Terroranschlag, Charlie Hebdo, Frankreich