09:31 30 September 2020
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    Athen bringt Flüchtlinge zum Festland; Wirtschaft gegen Steuererhöhungen wegen Corona-Krise; Zahl der Ansteckungen in den USA deutlich zurückgegangen; Über zwei Drittel der Tierwelt seit den 70er Jahren vernichtet; Schwedischer Corona Sonderweg erfolgreich; Hunderte Jobs im Königshaus bedroht

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Donnerstag geschehen ist.

    Athen bringt Flüchtlinge zum Festland

    Die ersten Maßnahmen zur Unterbringung von Menschen nach dem Großbrand im Migrantenlager von Moria sind angelaufen. 165 unbegleitete Minderjährige wurden an Bord eines Flugzeugs von Lesbos in die griechische Hafenstadt Thessaloniki gebracht. Weitere 240 Minderjährige sollten heute folgen, berichtete der staatliche Rundfunk. Die Feuerwehr konnte in der Nacht mehrere kleinere neue Brände löschen. Das Feuer hätte übrig gebliebene unbeschädigte Zelte und andere provisorische Unterkünfte von Moria zerstört, berichtete das Staatsfernsehen. Tausende Menschen verbrachten die erste Nacht nach dem Großbrand auf den Straßen rund um das Lager Moria. Die Polizei stoppte unter Einsatz von Tränengas einige jugendliche Migranten, die versuchten, in die Hauptstadt der Insel zu kommen. Zuvor hatten einige Migranten die Polizei mit Steinen angegriffen. In mehreren deutschen Städten gab es am Abend Demonstrationen von Flüchtlings-Hilfsorganisationen. Sie fordern, die Migranten aufzunehmen. Entwicklungsminister Müller drängt ebenfalls auf die Aufnahme von Flüchtlingen aus Moria. In der ARD nannte der die Zahl von 2000 Migranten. Auch NRW-Ministerpräsident Laschet zeigte sich überzeugt, dass Deutschland mehr tun könne. In Nordrhein-Westfalen hätten mehrere Städte angeboten, weitere Migranten aufzunehmen, über das von der Bundesregierung festgesetzte Kontingent von bundesweit 960 Familien mit Kindern hinaus.

    Wirtschaft gegen Steuererhöhungen wegen Corona-Krise

    Vor der außerordentlichen Steuerschätzung hat sich die Wirtschaft gegen Steuererhöhungen wegen der Corona-Krise ausgesprochen. „Die Steuereinnahmen werden nur dann wieder spürbar ansteigen, wenn auch die wirtschaftliche Erholung an Fahrt gewinnt“, sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags, Eric Schweitzer, der Deutschen Presse-Agentur. Die Steuerschätzer wollen heute eine außerordentliche Prognose für die Einnahmen von Bund, Ländern und Kommunen vorlegen. Diese Schätzung ist die Grundlage für den Bundeshaushalt für das kommende Jahr.

    Zahl der Ansteckungen in den USA deutlich zurückgegangen

    Seit Beginn der Corona-Pandemie in den USA sind mehr als 190.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Das geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universität hervor. Insgesamt verzeichneten die USA demnach mehr als 6,3 Millionen Infektionen bei rund 330 Millionen Einwohnern. Die Zahl der täglichen Neuansteckungen ist in den vergangenen Wochen deutlich zurückgegangen, lag zuletzt bei etwa 25.000. In absoluten Zahlen haben die USA weltweit die meisten Corona-Toten zu beklagen, nicht aber relativ zur Einwohnerzahl. In dieser Kategorie liegen die USA laut Johns Hopkins hinter Peru, Spanien, Bolivien, Chile, Ecuador und Brasilien an siebter Stelle.

    Über zwei Drittel der Tierwelt seit den 70er Jahren vernichtet

    Etwas mehr als zwei Drittel des Tierbestandes sind laut einer Studie des WWF in den vergangenen 50 Jahren vom Menschen zerstört worden. Die weltweite Population sei seit 1970 um fast 70 Prozent geschrumpft, heißt es in der heute veröffentlichten Untersuchung. Als Hauptursachen nennt die Organisation die Vernichtung von Wäldern und die Ausbreitung der Landwirtschaft.

    Schwedischer Corona-Sonderweg erfolgreich

    Kein Land stand wegen seiner Corona-Strategie so stark in der Kritik wie Schweden. Doch die aktuellen Zahlen zeigen etwas Anderes. Die Weigerung, in den Lockdown zu gehen, hat das nordische Königreich offenbar überhaupt nicht nachhaltig destabilisiert. Die staatliche Gesundheitsbehörde teilte mit, dass sie in den vergangenen zehn Tagen im Durchschnitt nur je einen Toten pro Tag gezählt hat. In ganz Schweden mit seinen etwa zehn Millionen Einwohnern liegen derzeit nur 13 Corona-Kranke auf der Intensivstation. Zum Vergleich: In Deutschland wurden gestern 227 Corona-Patienten intensivmedizinisch behandelt, in Frankreich waren es zuletzt 326. Beide Länder hatten allerdings deutlich strengere Corona-Maßnahmen eingeführt als Schweden.

    Hunderte Jobs im Königshaus bedroht

    Die Corona-Pandemie macht auch vor den Finanzen der britischen Royals nicht halt: Die fehlenden Einnahmen könnten mehrere Hundert Angestellte der königlichen Paläste den Job kosten. „Aufgrund der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Finanzen des Royal Collection Trust müssen wir die Personalkosten reduzieren“, bestätigte eine Sprecherin der dpa. Die Stiftung verwaltet die Schlösser und Kunstwerke im Besitz der britischen Royals. Man habe ein freiwilliges Abfindungsprogramm eingerichtet, das rund 100 Beschäftigte in Anspruch genommen hätten.

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