16:36 18 September 2020
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    Das führende internationale wissenschaftliche Fachmagazin „The Lancet“ hat die Autoren einer Studie zum russischen Impfstoff gegen das Coronavirus „Sputnik V“ dazu eingeladen, Fragen von Kollegen zu beantworten, die an den Schlussfolgerungen russischer Wissenschaftler zweifeln. Dies teilte ein Sprecher des Magazins gegenüber RIA Novosti mit.

    Anfang September veröffentlichte „The Lancet“ die Ergebnisse von zwei Phasen klinischer Tests des russischen Impfstoffs gegen Covid-19. Bald darauf veröffentlichten mehrere Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern der Welt auf der italienischen Website Cattivi Scienziati, die sich auf die Enthüllung pseudowissenschaftlicher Forschungen spezialisiert, einen offenen Brief, in dem sie Zweifel an dem russischen Impfstoff äußerten.

    „‘The Lancet‘ lud die Autoren der Studie über den russischen Impfstoff ein, die Fragen zu beantworten, die in einem offenen Brief an Enrico Bucci (einen Wissenschaftler der American Temple University, einen der Unterzeichner des Briefes - Anm. d. Red.) enthalten sind. Wir beobachten die Situation weiterhin aufmerksam“, sagte der ‘The Lancet‘-Sprecher.

    Später richtete das Gamaleja-Zentrum Antworten auf Fragen ausländischer Kollegen an das internationale wissenschaftliche Magazin „The Lancet“.

    Weltweit erster Impfstoff zur Prophylaxe von Covid-19

    Das russische Gesundheitsministerium hat zuvor den weltweit ersten Impfstoff zur Prophylaxe von Covid-19 registriert, der vom Gamaleja-Forschungszentrum für experimentelle Medizin in Kooperation mit dem russischen Fonds für direkte Investitionen (RFDI) entwickelt wurde. Er wurde „Sputnik V“ genannt. Der Leiter des RFDI, Kirill Dmitriew, teilte mit, dass der Fonds bereits Anträge für den Kauf von einer Milliarde Portionen des inländischen Impfstoffs gegen Coronavirus aus mehr als 20 Ländern erhalten habe. Dabei hat Russland laut Dmitriew die Produktion des Impfstoffs in fünf Ländern vereinbart, und die bereits vorhandenen Kapazitäten ermöglichen die Herstellung von 500 Millionen Portionen pro Jahr.

    Der RFDI hatte berichtet, dass der Sputnik V-Impfstoff bei 100 Prozent der Teilnehmer an klinischen Tests eine anhaltende humorale und zelluläre Immunantwort hervorgerufen habe. Dem Fonds zufolge war der Gehalt an virusneutralisierenden Antikörpern bei mit Sputnik V geimpften Freiwilligen 1,4-1,5-mal höher als der Gehalt an Antikörpern bei Personen, die an Covid-19 erkrankt waren.

    ek/mt/sna

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    Brief, Sputnik, Forscher, Antikörper, Fachjournal The Lancet, Corona-Impfstoff