13:04 04 Dezember 2020
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    Handytarife, bei denen bestimmte Dienste, beispielsweise für Musik-Streaming, nicht auf das Datenvolumen des Kunden angerechnet werden, widersprechen nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs dem EU-Recht.

    Ein entsprechendes Dokument wurde am Dienstag veröffentlicht. 

    Die Anbieter dürften bestimmte Anwendungen nicht bevorzugt behandeln, die Nutzung der übrigen Dienste nach Verbrauch des Datenvolumens hingegen sperren oder verlangsamen, befanden die Luxemburger Richter am Dienstag. Dies verstoße gegen den Grundsatz der Netzneutralität, wonach alle Daten im Internet diskriminierungsfrei gleich behandelt werden müssen.

    Hintergrund

    Hintergrund ist ein Fall in Ungarn, ähnliche Tarife werden aber auch in Deutschland offeriert. Verbraucherschützer hatten dies bereits kritisiert. Konkret geht es um Tarife mit einem begrenzten Internet-Datenvolumen. Ist dieses Volumen verbraucht, wird der weitere Datenverkehr verlangsamt oder blockiert. Der Datenverkehr bestimmter Dienste wie Video- oder Musikstreaming-Apps wird nicht auf das Volumen angerechnet und ist auch nicht von der Verlangsamung betroffen.

    Die Luxemburger Richter argumentierten nun, dass solche Tarife die Rechte der Nutzer erheblich beeinträchtigen könnten. Sie könnten unter anderem dazu beitragen, dass die Nutzung der bevorzugt behandelten Anwendungen erhöht und der anderen Anwendungen verringert werde.

    ao/mt/dpa

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    Tags:
    Internet, Tarif, Urteil, Europäischer Gerichtshof EuGH