05:51 27 Oktober 2020
SNA Radio
    Panorama
    Zum Kurzlink
    6363
    Abonnieren

    Deutschland bereitet Aufnahme von Flüchtlingsfamilien vor; Trump wollte Assad ausschalten; Neuer Vorfall nach Brand in Moria – Feuer auf Samos; Ministerpräsident warnt vor Alleingang bei Flüchtlingsaufnahme; Testbetrieb für Fan-Rückkehr in Stadien; Krankenkassen werden teurer

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Mittwoch geschehen ist.

    Deutschland bereitet Aufnahme von Flüchtlingsfamilien vor

    Deutschland will nach der Brandkatastrophe von Moria noch mehr Hilfe leisten und 1553 zusätzliche Flüchtlinge von fünf griechischen Inseln aufnehmen. Darauf haben sich Union und SPD verständigt. Dies soll der zweite Schritt sein, nachdem Bundesinnenminister Horst Seehofer am Freitag mitgeteilt hatte, Deutschland werde von insgesamt 400 unbegleiteten Minderjährigen bis zu 150 Jugendliche aufnehmen. In einem dritten Schritt sollen laut Bundesregierung gegebenenfalls weitere Menschen aufgenommen werden, wenn es dazu Vereinbarungen mit weiteren Staaten geben sollte.

    Trump wollte Assad ausschalten

    US-Präsident Donald Trump hat erstmals bestätigt, dass er den syrischen Machthaber Baschar al-Assad schon 2017 töten lassen wollte. Lediglich sein damaliger Verteidigungsminister James Mattis habe sich diesem Vorhaben widersetzt, erklärte Trump dem Sender Fox News. Mattis hätte ihn lieber ausgeschaltet. Er hatte ihn schon so weit, sagte Trump. Aber Mattis wollte es nicht tun. Im gleichen Atemzug bewertete er Mattis in der Sendung als höchst überbewerteten General. Mit diesem Bekenntnis widerlegte Trump eigene Aussagen zu Attentatsplänen gegen Assad aus dem Jahr 2019.

    Neuer Vorfall nach Brand in Moria – Feuer auf Samos

    Auf der griechischen Insel Samos ist nahe dem dortigen Flüchtlingslager am Abend ein Feuer ausgebrochen. Es brennt am Rande des Registrierzentrums, berichtet der Bürgermeister der Ortschaft Vathy, Giorgos Stantzos, gegenüber der Bild. Noch würden keine Zelte brennen, er sei aber sehr besorgt. Griechischen Medien zufolge ist das Feuer 200 bis 300 Meter oberhalb des Flüchtlingslagers ausgebrochen. Griechische Politiker warnen seit dem Feuer im Lager Moria vor der „Moria-Taktik“, wonach Feuer auch in anderen Flüchtlingslagern auf den Inseln Samos, Chios, Leros und Kos gelegt werden könnten, vor allem, wenn die Menschen von Lesbos nun aufs Festland oder nach Mittel- und Nordeuropa gebracht würden. In der Nacht war das Feuer auf Samos halbwegs unter Kontrolle. Auch soll es erste Festnahmen gegeben haben. Mehrere Männer wurden von der Polizei wegen des Verdachts der Brandstiftung festgesetzt.

    Ministerpräsident warnt vor Alleingang bei Flüchtlingsaufnahme

    Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans hat vor einem Alleingang Deutschlands bei der Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Lager Moria gewarnt. Deutschland allein könne in Europa das Migrationsproblem nicht lösen, es brauche eine gemeinsame europäische Kraftanstrengung, sagte der CDU-Politiker der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Moria sei eine europäische Tragödie, und man müsse daraus lernen, dass Europa solidarischer handeln müsse.

    Testbetrieb für Fan-Rückkehr in Stadien

    Die Bundesländer haben sich rechtzeitig zum Start der Fußball-Bundesliga an diesem Wochenende auf einheitliche Regeln zur Fan-Rückkehr geeinigt. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen verständigten sich die Chefs der Staatskanzleien auf einen sechswöchigen Testbetrieb mit Zuschauern unter Corona-Bedingungen. Die Grenze liegt bei 20 Prozent der jeweiligen Stadion-Kapazität – 1000 Zuschauer dürfen auf jeden Falls ins Stadion oder in die Halle. Denn die Regeln gelten nicht nur für Fußball, sondern etwa auch für Handball- oder Basketballspiele.

    Krankenkassen werden teurer

    Wegen eines Milliardenlochs bei den gesetzlichen Krankenkassen in der Corona-Krise müssen sich die Mitglieder im neuen Jahr auf höhere Beiträge gefasst machen. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag für 2021 soll um 0,2 Punkte auf 1,3 Prozent steigen, vereinbarten Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Finanzminister Olaf Scholz. Die konkrete Höhe des Zusatzbeitrags legen die Kassen dann aber jeweils selbst für ihre Mitglieder fest, sie können dabei vom Durchschnitt abweichen. Der Gesamtbeitrag umfasst daneben den allgemeinen Satz von 14,6 Prozent – im Schnitt würde er also von derzeit 15,7 Prozent auf 15,9 Prozent 2021 steigen.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Thai-König in Bayern: Maas droht mit Konsequenzen bei Rechtsverstößen
    Corona-Pleitewelle – Massive Arbeitslosigkeit: Oder Mut zu radikaler Steuerreform?
    Biden bezeichnet Russland als „größte Bedrohung für Amerika“