09:36 30 September 2020
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    Die griechische Polizei hat am Donnerstagmorgen damit begonnen, die verbliebenen Migranten aus dem abgebrannten Flüchtlingslager Moria auf Lesbos zu holen. Die Campbewohner sollen in ein neues, provisorisches Zeltlager ziehen, das die Behörden eingerichtet haben.

    „Bisher läuft alles friedlich ab“, sagte der Mainzer Arzt Gerhard Trabert gegenüber der DPA. Er hält sich mit einer Hilfsorganisation vor Ort auf. Nach seiner Schätzung leben noch mehrere Tausend Menschen in dem zerstörten Lager und der Umgebung.

    Der Chef der griechischen Gesundheitsbehörde (EODY), Panagiotis Arkoumaneas, sagte am Donnerstagmorgen dem griechischen Radiosender Skai: „Wir müssen die Menschen in das neue Lager bringen; wenn sie auf der Straße ausharren, ist das eine Bombe in Sachen Hygiene.“

    Im Einsatz seien rund 170 Beamte. Bisher sind rund 2000 Menschen in das neue Zeltlager Kara Tepe eingezogen, nachdem bei dem Großbrand in Moria vergangene Woche 12.000 Migranten obdachlos geworden waren. Viele haben Angst vor dem Einzug in das neue Lager; sie befürchten, dort eingesperrt zu werden, und fordern stattdessen, von der Insel aufs Festland gebracht zu werden.

    ls/sb/dpa

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    Tags:
    Lesbos, Polizei, Griechenland