04:26 29 Oktober 2020
SNA Radio
    Panorama
    Zum Kurzlink
    7625728
    Abonnieren

    Die Republik Krim hat die Uno darum ersucht, die von der Ukraine verursachte Wasserblockade der Halbinsel zu untersuchen. Der entsprechende Antrag wurde von dem Chef der Arbeitsgruppe für völkerrechtliche Fragen bei der ständigen Vertretung der Republik Krim bei dem russischen Präsidenten, Alexander Molochow, eingereicht.

    Zudem soll in der nächsten Zeit die Fischverarbeitungsfabrik von Krasnoperekopsk im Norden der Halbinsel eine Klage wegen des Vorgehens Kiews bei dem UN-Menschenrechtsausschuss in Genf einreichen, fügte Molochow in seinem Kommentar für die Nachrchtenagentur RIA Novosti hinzu.

    Zuvor hatte die stellvertretende Chefin des Außenausschusses der Staatsduma (Russlands Unterhaus), Natalja Poklonskaja, mitgeteilt, das Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte habe zusätzliche Informationen über die Wasserversorgung der Halbinsel angefordert sowie über die Sperrung des sogenannten Nord-Krim-Kanals durch die Ukraine, die die Wasserversorgung dadurch verhindert hatte. Letzte Woche habe sie alle notwendigen Informationen an die Organisation übermittelt, so Poklonskaja.

    Anfang September hatte eine Sprecherin des Büros des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte betont, die Verantwortung für die Versorgung der Bevölkerung der Halbinsel mit Trinkwasser liege sowohl bei Russland als auch der Ukraine. Der Abgeordnete des russischen Unterhauses Ruslan Balbek bezeichnete die Äußerung als eine „verschwommene Antwort über nichts“.

    Sperrung von Nord-Krim-Kanal durch die Ukraine

    Nach der Wiedervereinigung der Krim mit Russland 2014 hatte die Ukraine die Versorgung der Halbinsel mit Wasser aus dem Dnepr über einen zur Sowjetzeit gebauten Kanal abgebrochen. Früher waren 85 Prozent des gesamten Bedarfes der Halbinsel an Wasser mit Hilfe von diesem Kanal gedeckt worden.

    Die Frage der Wasserversorgung wurde durch das Bohren von Brunnen und die Entnahme von Wasser aus unterirdischen Quellen sowie durch natürliche Auffüllreservoirs gelöst. Wegen geringen Niederschlägen in den zurückliegenden zwölf Monaten wurde der Wasserpegel in diesen Reservoirs jedoch wesentlich niedriger. In der Hauptstadt der Republik Krim, Simferopol, sowie in den 39 naheliegenden Städten wurde die Wasserversorgung seit dem 24. August stufenweises eingeschränkt.

    asch/ae

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    MdB Hansjörg Müller (AfD) zum Fall Nawalny: Die deutsche Seite will nicht kooperieren
    Grenzverletzung verhindert: Su-27 verjagt französische Kampfflugzeuge – Video
    Hohe Corona-Zahlen: Drosten fordert „Mini-Lockdown“ und Lauterbach Kontrollen in Privatwohnungen
    Tags:
    Blockade, Wasserversorgung, Trinkwasser, Wasser, Ukraine, Ukraine, Krim, Russland, Russland