04:33 29 Oktober 2020
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    Die Mutter von Julian Assanges Kindern, Stella Morris, möchte nach eigenen Worten in Australien leben, aber nur dann, wenn die Behörden ihrer Familie Sicherheit garantieren werden. Darüber schreibt die Zeitung „The Sydney Morning Herald“ am Dienstag.

    Demnach rief Morris den australischen Premierminister, Scott Morrison, dazu auf, zu versprechen, dass sie in Australien in Sicherheit sein wird.

    Zudem möchte Morris, dass ihre Söhne die australische Staatsbürgerschaft erhalten, heißt es. 

    „Ich würde gerne nach Australien kommen, ich würde gerne dort leben“.

    Auf die Frage, ob ein friedliches Leben für Assange überhaupt möglich ist, wenn er in dem Prozess obsiegen wird, sagte Moris: „Ich würde überall leben, wo er (Assange) in Sicherhet wäre, daher möchte ich, dass die Behörden (Australiens – Anm. d. Red.) uns sagen, dass er dort in Sicherheit sein wird. Ich möchte meine Kinder nach Australien bringen. Ich möchte, dass Julian ihnen Australien zeigt“, sagte Morris. 

    Dabei fügte sie hinzu, dass Assange und sie sich zu Weihnachten das Jawort geben wollen.

    Assange wurde während seiner Zuflucht in Ecuadors Botschaft heimlich zweimal Vater

    Im April hatte die Zeitung „The Daily Mail“ geschrieben, dass WikiLeaks-Gründer Julian Assange während seiner Zuflucht in der ecuadorianischen Botschaft in London heimlich Vater von zwei Söhnen geworden sei.

    Die Mutter der Jungen ist die in Südafrika geborene 37-jährige Anwältin Stella Morris, die Assange im Jahr 2011 kennen lernte, als sie ihn in der Botschaft besuchte. Sie verliebte sich nach ihren Worten und seit Anfang 2015 sind sie ein Paar. Im Jahr 2016 kam der erste gemeinsame Sohn, Gabriel, zur Welt. Der zweite Sohn Max ist im Februar 2019 geboren. Diesen sah der Wikileaks-Gründer bisher nur im Gefängnis. Das Paar sei seit 2017 verlobt und wolle heiraten.

    Anfang April hatte ein Gericht einen Antrag von Assange auf Freilassung unter Kautionsauflagen wegen der Coronavirus-Pandemie abgelehnt.

    Julian Assange

    Assange, der 2010 in Schweden der sexuellen Belästigungen und Vergewaltigung beschuldigt wurde, hatte sich seit Juni 2012 in Ecuadors Botschaft in London versteckt, da er die Auslieferung in das skandinavische Land fürchtete. Am Morgen des 11. April 2019 ist er auf Anfrage der USA festgenommen worden. Das Gericht in London hatte ihn wegen der Verletzung der Bedingungen einer Freilassung gegen Kaution für schuldig erklärt und ihn zu elf Monaten Haft verurteilt.

    Die Anhörungen zur Frage der Auslieferung begannen am 2. Mai vergangenen Jahres. Bald darauf hatten die US-Behörden angekündigt, dass sie gegen Assange eine neue Anklage zu 17 Verstößen gegen das US-Spionagegesetz erhoben hätten. Im Fall einer Auslieferung drohen Assange bis zu 175 Jahre Haft.

    ns/ae

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    Tags:
    Scott Morrison, Ecuador, Schweden, Australien, Julian Assange, Stella Morris, Sydney Morning Herald