05:56 22 Oktober 2020
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    Der russische Botschafter in Österreich, Dmitri Ljubinski, hat am Mittwoch in einem Interview mit der Zeitschrift „Diplomacy and Commerce“ auf die an den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V gerichtete Kritik geantwortet.

    Der Impfstoff sei in erster Linie für den Gebrauch in Russland entwickelt worden, betonte der Diplomat.

    „Wir zwingen diesen Impfstoff niemandem auf, dies möchte ich mit aller Klarheit hervorheben“, zitiert die Agentur RIA Novosti Ljubinski.

    Moskau sei natürlich froh, dass viele Länder bereits ein großes Interesse an Sputnik V gezeigt hätten. Ausgesprochene Zweifel an der Zuverlässigkeit des Impfstoffs seien ein klares Beispiel der „nicht ganz fairen Konkurrenz“.

    „Heutzutage erleben wir immer häufiger, dass einige Länder mit allen möglichen Mitteln für ihre wirtschaftlichen und politischen Interessen kämpfen. Zu diesen (Mitteln – Anm. d. Red.) gehört leider in erster Linie die Schädigung des Rufs des Konkurrenten.“

    „Sputnik V“

    Das russische Gesundheitsministerium hat zuvor den weltweit ersten Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus registriert, der den Namen „Sputnik V“ erhielt. Er wurde vom Gamaleya-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie mit Unterstützung des russischen Direktinvestitionsfonds (RDIF) entwickelt. Experten zufolge wiesen alle Freiwilligen bei den klinischen Studien hohe Antikörpertiter auf. Es seien keine schwerwiegenden Komplikationen festgestellt worden, hieß es.

    Moskau hat bereits Kaufanfragen für eine Milliarde Dosen des Impfstoffs aus mindestens 20 Ländern erhalten.

    Ein weiterer russischer Corona-Impfstoff, der den Namen „EpiVacCorona“ trägt und am staatlichen wissenschaftlichen Zentrum für Virologie und Biotechnologie „Vektor“ der Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadsor entwickelt wurde, wird derzeit getestet.

    mo/mt/sna

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