05:24 20 Oktober 2020
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    Häuser und Wohnungen in Deutschland sind in Pandemie-Zeiten deutlich teurer geworden als zunächst veranschlagt – sowohl in Städten als auch auf dem Land, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit.

    Demzufolge lagen die Preise für Wohnimmobilien im zweiten Quartal 2020 durchschnittlich 6,6 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Im Vergleich zum Vorquartal erhöhten sich die Preise für Wohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäuser um zwei Prozent. 

    Die Preissteigerungen fallen höher aus, als in einer ersten Schätzung vor vier Wochen angenommen worden war. Damals hatten die Wiesbadener Statistiker mit 5,6 Prozent Plus zum Vorjahresquartal und 1,4 Prozent Steigerung zum Vorquartal gerechnet. 

    Nach der neuesten Berechnung der Statistiker waren in dem Zeitraum April bis einschließlich Juni in den sieben größten Metropolen der Republik (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf) Ein- und Zweifamilienhäuser 6,5 Prozent und Eigentumswohnungen 6,1 Prozent teurer als im Vorjahresquartal.

    In den anderen Großstädten ab 100.000 Einwohner stiegen die Häuserpreise noch deutlicher um 7,3 Prozent, die Preise für Eigentumswohnungen kletterten gar um 8,2 Prozent zum Vorquartal.

    Auch auf dem Land verteuerte sich Wohneigentum: Häuser um mindestens 4,8 Prozent, Wohnungen um mindestens 5,9 Prozent. Die Nachfrage nach Wohnraum ist vor allem in Ballungsräumen groß. Weil dort die Preise in der Regel höher sind als auf dem Land, weichen Kaufinteressenten auch auf ländliche Regionen aus. Niedrige Bauzinsen heizen den Immobilienmarkt zusätzlich an.

    ao/sb/dpa

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    Preise, Deutschland, Immobilien