07:56 23 Oktober 2020
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    Die Sowjetunion hat beabsichtigt, Ende der 1960er Jahre das weltweit erste astronomische Observatorium auf dem Mond - dem natürlichen Satelliten der Erde – zu platzieren. Dies geht aus den von der russischen Weltraumbehörde Roskosmos freigegebenen Dokumenten hervor.

    „Die vorgeschlagene technische und organisatorische Arbeitsrichtung wird echte Möglichkeiten bieten, bereits 1968-1969 das weltweit erste Mondobservatorium zu errichten. Ein solches Observatorium wird zum Prototyp für zukünftige Mondstationen werden, die einen dauerhaften und umfassenden Dienst für die Sonne, die Erde (für Meteorologie und andere Zwecke), Planeten und Sterne durchführen sollen“, heißt es in einem Dokument, das 1967 vom Direktor des Zentralen Forschungsinstituts für Maschinenbau (TsNIIMasch), Juri Mosshorin, unterzeichnet wurde.

    Der Mond sei eine natürliche, ziemlich stabile Plattform für ein astroteleskopisches System, von der aus jedes Objekt im Universum fast 14 Tage lang beobachtet werden könne, hieß es weiter. Das Mondobservatorium werde es ermöglichen, astrophysikalische Untersuchungen ohne Einfluss der Atmosphäre durchzuführen.

    Das astronomische Observatorium sollte auf Basis der Mondlandestation E-8 errichtet und mit der Trägerrakete „Proton-K“ zum Mond gebracht werden.

    Wie Michail Satschkow, stellvertretender Direktor des Instituts für Astronomie der Russischen Akademie der Wissenschaften (RAN), zuvor gegenüber der RIA Novosti mitteilte, würden Wissenschaftler aus Russland und China eine Möglichkeit in Betracht ziehen, nach 2030 ein gemeinsames OAST-Teleskop auf dem Mond zu installieren.

    Russische Pläne zur Monderforschung

    Im Jahr 2018 hatten sich der wissenschaftlich-technische Rat von Roskosmos und der Rat für den Weltraum der RAN mit dem Konzept der Erforschung und Erkundung des Mondes befasst. Demnach sei die Installation von zwei Observatorien auf dem Mond geplant, sagte der wissenschaftliche Direktor des Instituts für Weltraumforschung, Lew Seljeny, gegenüber der RIA Novosti.

    Die Idee, Observatorien auf dem Mond zu errichten, hatte zuvor in einem Interview mit RIA Novosti der Direktor des Instituts für Astronomie der RAN, Dmitri Bisikalo, unterstützt. Dies sei für Beobachtungen beispielsweise im ultravioletten Bereich von Wellen vorteilhaft, die von der Erdatmosphäre gestört werden, so die Begründung.

    pd/mt/sna

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    Tags:
    Weltraum, UdSSR, Konzept, Mond, Atmosphäre