21:03 25 November 2020
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    Bundesaußenminister Heiko Maas hat es als „schmerzlich“ bezeichnet, dass er wegen seiner Corona-Quarantäne nicht an einem Treffen zum Nahost-Konflikt in Amman teilnehmen konnte. Er wurde am Donnerstag zu dem Gespräch mit seinen Amtskollegen aus Jordanien, Ägypten und Frankreich per Video zugeschaltet. Die anderen waren physisch anwesend.

    Auf der anschließenden Pressekonferenz, bei der er ebenfalls per Video zugeschaltet war, sagte Maas, wichtig sei aber, dass er überhaupt an dem Treffen habe teilnehmen können. Der SPD-Politiker äußerte sich zufrieden mit der in den letzten Monaten erworbenen Fähigkeit, „mit den Möglichkeiten, sich digital zuschalten zu lassen, besser umzugehen - auch in der Außenpolitik“. Bei der per Facebook übertragenen Pressekonferenz gab es allerdings mehrere Übersetzungspannen.

    Maas wollte eigentlich am Mittwochnachmittag in die jordanische Hauptstadt Amman zu dem Treffen reisen. Der Flug wurde nur wenige Stunden vorher abgesagt, nachdem bei einem Leibwächter des Ministers eine Corona-Infektion festgestellt worden war. Allerdings war ein erster Test beim Minister am Mittwoch negativ ausgefallen.

    Maas sagte in der Pressekonferenz: „Was für mich heute ganz besonders schmerzlich ist, dass ich nicht dabei sein kann bei dem Treffen mit dem König. Darauf hatte ich mich sehr gefreut.“ Die Unterredung mit König Abdullah II. sollte im Anschluss an das Außenministertreffen stattfinden.

    Inzwischen hat sich Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) wegen des möglichen Kontakts mit einem Corona-Infizierten ebenfalls in häusliche Quarantäne begeben. Maas hatte nach Ausbruch der Corona-Pandemie im März eine zehnwöchige Reise-Pause eingelegt. Bereits seit Mitte Mai ist er aber wieder unterwegs und hat seitdem auch mehrere Corona-Risikogebiete wie Russland, Libyen oder Israel besucht.

    ls/mt/dpa

     

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    Facebook, Heiko Maas, Frankreich, Ägypten, Jordanien, Deutschland