06:00 20 Oktober 2020
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    Deutschland hat wegen hoher Coronavirus-Infektionszahlen neben ganz Belgien auch Island und einzelne Regionen in neun weiteren Ländern Europas als Risikogebiete eingestuft. Auf der vom Robert Koch-Institut (RKI) dementsprechend aktualisierten Risikoliste stehen seit Mittwochabend erstmals auch Teile Großbritanniens wie Nordirland und Wales.

    In Bezug auf Frankreich wurde die Risikoliste durch die Regionen Pays de la Loire und Burgund (Bourgogne) ergänzt. Damit ist im größten Nachbarland Deutschlands nur noch die Grenzregion Grand Est, die einst besonders stark von der Pandemie betroffen war, von der Einstufung als Risikogebiet ausgenommen.

    In Belgien wurde zuletzt nur die Hauptstadt Brüssel als Risikogebiet geführt. Mit der Ausweitung auf das ganze Land gehören nun auch Grenzregionen zu den deutschen Ländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz dazu.

    Erstmals nahm die Bundesregierung Gebiete in den baltischen Staaten Litauen und Estland auf die Risikoliste. Außerdem kamen Regionen in Irland, Kroatien, Slowenien, Ungarn und Rumänien hinzu.

    Das Auswärtige Amt erteilte am Mittwochabend per Internet eine Reisewarnung für Belgien, Rumänien und Litauen. Die Einstufung als Risikogebiet und die anschließende Reisewarnung erfolgen, wenn die Zahl der Neuinfizierten die Marke von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen übersteigt.

    ls/mt/dpa

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    Auswärtiges Amt, Robert Koch-Institut (RKI), Deutschland