04:13 29 Oktober 2020
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    Die Zahl der Corona-Neuansteckungen in Deutschland hat einen Rekordwert seit der zweiten Aprilhälfte erreicht. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab am Freitagmorgen bekannt, dass die Gesundheitsämter innerhalb eines Tages 2673 neue Corona-Infektionen gemeldet haben. Zuvor hatte der Wert binnen weniger Tage zweimal die Marke von 2500 überschritten.

    Seit Beginn der Corona-Krise sind nach neuesten Angaben des RKI mindestens 294.395 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert worden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt laut dem RKI bei 9508. Das sind acht mehr als am Vortag. Rund 259.500 Menschen haben die Coronavirus-Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

    Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Erkrankungszahl hatte dann eine fallende Tendenz aufgewiesen und war im Juli wieder gestiegen. Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen ist auch davon abhängig, wie viele Menschen getestet werden.

    Ein Anstieg zeichnet sich inzwischen auch bei den intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten ab. Nach dem Stand vom Donnerstag werden laut dem RKI 362 Corona-Infizierte intensivmedizinisch behandelt, 193 davon werden künstlich beatmet. Eine Woche zuvor waren es noch 296 Infizierte (166 beatmet) und eine Woche davor 238 Infizierte (135 beatmet). Rund 8700 der etwa 30.540 registrierten Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

    Das RKI verwies in seinem Epidemiologischen Bulletin vom Donnerstag nochmals auf die Genauigkeit der Corona-Tests. Es komme äußerst selten vor, dass ein nichtinfizierter Mensch ein falsch-positives Testergebnis erhalte. Die Ergebnisse würden fachkundig überprüft. Bei nicht plausiblen Befunden gebe es eine Wiederholung oder ein zusätzliches Testverfahren. Die Zahl der falsch-positiven Befunde sei daher so klein, dass sie die Einschätzung der Situation nicht verfälsche, hieß es.

    Die Reproduktionszahl – kurz: der R-Wert, der zeigt, wie viele Menschen von einer infektiösen Person durchschnittlich angesteckt werden – lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut dem Bericht vom Donnerstag bei 0,90 (Vortag: 0,96). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Durchschnitt etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt.

    Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht einen Sieben-Tage-R-Wert an. Dieser bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Donnerstag bei 1,05 (Vortag: 1,00). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

    ls/sb/dpa

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    Tags:
    Robert Koch-Institut (RKI), Deutschland