05:43 27 Oktober 2020
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    Die Corona-Krise verfolgt Schlaf- und Traumforschern zufolge viele Menschen auch nachts. Die Pandemie beeinflusst sowohl den Schlafrhythmus als auch den Inhalt von Träumen. Das belegt unter anderem eine Studie aus Finnland, die in der Fachzeitschrift „Frontiers in Psychology“ veröffentlicht wurde.

    Für die Studie beschrieben mehrere Hundert Freiwillige, die sich Ende April auf einen Zeitungsartikel hin meldeten, dem Forscherteam von der Universität Helsinki den Inhalt ihrer Träume. Verlorene Pässe kamen dort ebenso vor wie Umarmungen, die wegen der Abstandsregeln als Fehlverhalten empfunden wurden. 

    Über 4000 Finnen beschrieben außerdem, wie sich die Corona-Beschränkungen auf ihren Schlaf auswirkten. Mehr als ein Viertel gab an, häufiger Alpträume gehabt zu haben als zuvor. Rund ein Drittel wachte häufiger auf. Andererseits schlief mehr als die Hälfte insgesamt länger.

    Verallgemeinern kann man die Zahlen der Studie aus Sicht anderer Experten allerdings nicht. Die Zahlen zu Alpträumen kämen ihr „sehr, sehr hoch“ vor, sagte die Wiener Psychologin und Traumforscherin Brigitte Holzinger. „Aber tendenziell würde man das erwarten und das würde sich auch mit unseren Beobachtungen decken.“

    Lage in Russland

    Wegen der steigenden Corona-Neuinfektionen und auch steigender Todesfälle in Moskau hat der Bürgermeister der Hauptstadt die Schüler in die Herbstferien geschickt, die auch länger als normalerweise dauern werden: vom 5. bis 18. Oktober. Die Entscheidung ist auf viele asymptomatische Infektionsfälle unter Schülern zurückzuführen. Außerdem müssen alle Arbeitgeber vom 5. bis zum 28. Oktober 30 Prozent ihrer Angestellten ins Homeoffice schicken.

    In der vergangenen Woche mussten mehr als 5000 Menschen in Moskau in Krankenhäuser eingeliefert werden. Auch die Zahl der Schwererkrankten wächst – 1.500 innerhalb einer Woche. 

    Am 30. September wurden in Russland insgesamt 8945 neue Infektionsfälle registriert, etwa 2500 davon in Moskau. 

    om/sb/dpa

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    Tags:
    Stress, Studie, Coronavirus, Alpträume