05:51 27 Oktober 2020
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    Eines der größten und tiefsten Ozonlöcher der vergangenen 15 Jahre hält sich über der Antarktis. Inzwischen hat es laut dem europäischen Atmosphärenüberwachungsdienst (CAMS) seine maximale Ausdehnung erreicht.

    Das Ozonloch ähnle dem von 2018, das auch groß gewesen sei, erörterte der Chef des Dienstes, Vincent-Henri Peuch, am Dienstag. Die Situation zeigt ihm zufolge, wie wichtig das Montrealer Protokoll zum Verbot ozonschädlicher Substanzen ist.

    Im Abkommen von 1987 hatten sich zahlreiche Länder verpflichtet, die Produktion solcher Chemikalien - vor allem von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) - schrittweise zu stoppen. FCKW steckten etwa in Kühlschränken, Spraydosen und Feuerlöschern.

    Die Ozonschicht wirkt wie ein Filter für die Hautkrebs auslösenden ultravioletten Strahlen. Seit Jahrzehnten entsteht über der Antarktis nach dem dortigen Winter - wenn die Bedingungen für einen Abbau der Ozonschicht herrschen - für einige Monate ein Ozonloch.

    Das Phänomen war 1985 entdeckt worden. Wissenschaftler hoffen, dass sich das Ozonloch in den kommenden Jahrzehnten wieder ganz schließt. Starke Schwankungen der Polarwirbel und der Temperaturen in der Stratosphäre in 15 bis 50 Kilometer Höhe können aber die Ozonschicht unterschiedlich stark ausdünnen. Das Ozonloch von 2019 war wegen besonderer meteorologischer Bedingungen sehr klein.

    Der Dienst CAMS wird von der EU finanziert und ist Teil des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus.

    om/ae/dpa

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    Tags:
    Antarktis, Umwelt, Ozonloch