06:12 27 Oktober 2020
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    Der russische Gaskonzern Gazprom beabsichtigt, den Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 so bald wie möglich abzuschließen.

    „Wir erwägen verfügbare Alternativen, die es uns ermöglichen würden, das Nord Stream 2-Projekt abzuschließen. Wir verpflichten uns, die Inbetriebnahme so schnell wie möglich durchzuführen“, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens.

    Letzte Woche erteilte die dänische Energieagentur (DEA) der Nord Stream 2 AG die Genehmigung zum Betrieb der Pipeline auf dem Festlandsockel des Landes. Der dänische Abschnitt der Pipeline ist jedoch noch nicht fertiggestellt.

    Das Nord Stream 2-Projekt umfasst den Bau von zwei Strängen einer Gaspipeline mit einer Gesamtkapazität von 55 Milliarden Kubikmetern Gas pro Jahr von der russischen Küste über die Ostsee nach Deutschland.

    Die Gaspipeline verläuft durch Hoheitsgewässer oder ausschließliche Wirtschaftszonen der Russischen Föderation, Finnlands, Schwedens, Dänemarks und Deutschlands. Alleiniger Gesellschafter des Projektbetreibers, der Nord Stream 2 AG, ist der russische Energiekonzern Gazprom.

    Die USA, die verflüssigtes Erdgas auf den europäischen Markt bringen wollen, treten gegen den Bau der Gaspipeline auf. Washington hatte im Dezember Sanktionen gegen das Nord Stream 2-Projekt verhängt und von den Partnerunternehmen einen unverzüglichen Arbeitsstopp gefordert. Das schweizerische Unternehmen Allseas stellte daraufhin die Arbeit ein. US-Politiker erwägen derzeit eine Erweiterung der Restriktionen.

    Offiziell teilte der Konzern Gazprom im August mit, dass er weiter zu seinen Plänen zum Weiterbau von Nord Stream 2 stehe und die dafür notwendigen Arbeiten erfülle. Das Unternehmen sei jedoch in der öffentlichen Preisgabe von Informationen beschränkt, unter anderem wegen des erheblichen Drucks, der auf das Projekt ausgeübt werde.

    sm/gs

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    Tags:
    Deutschland, Nord Stream 2, Gazprom