15:45 30 Oktober 2020
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    Trumps Corona-Behandlung abgeschlossen; Besetztes Haus in Berlin wird geräumt - Hunderte protestieren; Ausnahmen von Quarantänepflicht in Kanzleramt und Ministerien; Madrid droht Verhängung von Notstand; US-Regierung will einstweilige Verfügung gegen Tiktok-Stopp kippen; Wendler steigt bei RTL aus- Kaufland stoppt Werbespot

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Freitag geschehen ist.

    Trumps Corona Behandlung abgeschlossen

    US-Präsident Donald Trump hat nach Angaben seines Leibarztes die Behandlung seiner Corona-Erkrankung abgeschlossen. Trump könne ab Samstag wieder Termine in der Öffentlichkeit wahrnehmen, erklärt Sean Conley in einem vom Präsidialamt veröffentlichten Memo. Demnach sprach Trump auf die Therapie „extrem gut“ an. Seit seiner Rückkehr aus dem Krankenhaus ins Weiße Haus sei sein Zustand stabil geblieben. Trump hatte vergangenen Freitag die Öffentlichkeit darüber informiert, dass er positiv auf das Virus getestet worden sei. Nach drei Nächten im Krankenhaus war er am 5. Oktober ins Weiße Haus zurückgekehrt.

    Besetztes Haus in Berlin wird geräumt – Hunderte protestieren

    Unter Protest hat in Berlin-Friedrichshain die Räumung des besetzten Hauses „Liebig 34“ begonnen. Ein Räumfahrzeug der Polizei fuhr heute Morgen vor den Eingang, mehrere Beamte untersuchten die verbarrikadierte Tür und versuchten mit Brecheisen in das Innere zu kommen. Die Polizei ging davon aus, dass noch Bewohner im Haus sind. „Liebig 34“ gilt als eines der letzten Symbolprojekte der linksradikalen Szene in der Hauptstadt. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort. Auf Hausdächern waren Beamte postiert. Laut Polizei sollten am Freitag rund 1500 Beamte aus acht Bundesländern im Einsatz sein. Darunter seien auch technische Spezialeinheiten wie etwa Höhenretter. Ein Räumfahrzeug sowie Leitern standen bereit. Die Polizei leiste Amtshilfe bei der gerichtlich angeordneten Übergabe des Hauses, twitterte die Behörde. Der Gerichtsvollzieher wollte das leere Haus dem Eigentümer übergeben.

    Ausnahmen von Quarantänepflicht in Kanzleramt und Ministerien

    Das Kanzleramt und mehrere Bundesministerien nutzen eine Berliner Sonderregelung, die Rückkehrer aus ausländischen Corona-Risikogebieten von der Quarantänepflicht befreit. Ein Test auf das Coronavirus ist in diesen Fällen nicht vorgeschrieben und wird auch nicht von jedem Haus vor der Rückkehr ins Büro verlangt, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei Kanzleramt und Ministerien ergab. Die Klausel wird nur in Ausnahmefällen genutzt - allerdings beantworteten nicht alle Ministerien Fragen dazu. Menschen, die in den vergangenen 14 Tagen in einem ausländischen Risikogebiet waren, müssen sich nach der Rückkehr beim Gesundheitsamt melden und für zwei Wochen in häusliche Quarantäne. Vermeiden lässt sich die Quarantäne normalerweise nur mit einem aktuellen negativen Coronavirus-Test. Die Berliner Infektionsschutzverordnung sieht zudem Ausnahmen etwa für Piloten, Berufskraftfahrer und Kapitäne vor, die sich nur kurz in einem Risikogebiet aufgehalten haben.

    Madrid droht Verhängung von Notstand

    Die spanische Regierung fordert die Behörden der Hauptstadt Madrid auf, die vom Gesundheitsministerium angeordneten Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus umzusetzen. Sollte dies nicht geschehen, würde der Notstand verhängt, um die Einhaltung des teilweisen Shutdowns auf diese Weise zu erzwingen. Am Donnerstag hatte ein Gericht in Madrid die Einschränkungen, die unter anderem ein Verbot von nicht notwendigen Reisen vorsehen, aufgehoben.

    US-Regierung will einstweilige Verfügung gegen Tiktok-Stopp kippen

    Die US-Regierung will eine Gerichtsentscheidung kippen, die ihr Vorgehen gegen die populäre Video-App Tiktok blockierte. Wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht, legte sie jetzt Berufung gegen die einstweilige Verfügung ein, mit der der geplante Download-Stopp für die Tiktok-App in den USA Ende September ausgesetzt wurde. Zugleich läuft der Countdown für Tiktok aber grundsätzlich weiter: Das Gericht in Washington hatte den Antrag der Firma abgelehnt, auch gegen das zum 12. November drohende Komplett-Aus für die App in den USA vorzugehen. Bei dem Download-Stopp sollte Tiktok aus den amerikanischen App Stores von Apple und Google verschwinden.

    Wendler steigt bei RTL aus- Kaufland stoppt Werbespot

    Schlagersänger Michael Wendler steigt nach eigenen Angaben als Juror bei der RTL-Show „Deutschland sucht den Superstar“ aus. Das gelte mit sofortiger Wirkung, sagte Wendler in einer Instagram-Story. Als Grund nannte der 48-Jährige das Vorgehen von Bundesregierung und Medien in der Corona-Pandemie. RTL zeigte sich völlig überrascht von den Aussagen Wendlers - sowohl zum Ausstieg aus „DSDS“ als auch von seinen Verschwörungstheorien, teilte der Sender auf Anfrage mit. Davon distanziere RTL sich ausdrücklich. Nicht nur der Sender dürfte fassungslos sein, auch der Lebensmittelhändler Kaufland wird sich ärgern. Gerade erst veröffentlichte die Kette einen kostspieligen Werbespot mit dem Wendler, das millionenfach geklickte Video hat das Unternehmen nun aus dem Netz genommen. Wendlers Manager Markus Krampe war geschockt. Das habe sich aber angedeutet über einen längeren Zeitraum, so Krampe. Vor drei Wochen habe er bemerkt, dass Wendler immer „krasser geworden“ sei. So habe er Mitarbeiter beim Dreh des Kaufland-Werbespots aufgefordert die Masken auszuziehen und gesagt, Corona sei eine Riesenlüge. 

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