00:41 30 Oktober 2020
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    Laut einem Bericht von Sputnik Kirgistan hat sich eine Gruppe von Männern am Samstag ihrem Büro genähert und die Mitarbeiter der Agentur mit Gewalt bedroht.

    Die Gruppe, die aus etwa 25 bis 30 jungen Männern bestand, forderte von Sputnik Kirgistan, einen Reporter auf eine Demonstration zur Unterstützung des neulich vom Parlament ernannten Regierungschefs Sadyr Schaparow zu entsenden.


    Die Männer hätten den Mitarbeitern „30 Minuten” gegeben und versprochen, sie würden sonst die Tür aufbrechen, das Büro plündern und Wächter umbringen, berichtet die Agentur.

    Zuvor hatte Sputnik Kirgistan im Netz Bedrohungen von vermeintlichen Anhängern Schaparows erhalten.

    Am Montag forderten in der Hauptstadt Bischkek Tausende Demonstranten Neuwahlen. In der Nacht zum Dienstag erstürmten Regierungsgegner das Parlament sowie die Präsidentenadministration und brachten danach auch den Regierungssitz unter ihre Kontrolle. Bei Zusammenstößen mit den Ordnungskräften gab es mindestens einen Toten und Hunderte Verletzte. Präsident Dscheenbekow warf der Opposition versuchte Machtergreifung vor.

    Am Dienstag erklärte die Zentrale Wahlkommission die Parlamentswahl für ungültig, das Parlament trat außerplanmäßig zusammen und ernannte Sadyr Schaparow zum neuen Regierungschef. Dieses Ergebnis ist aber umstritten, denn die Chefs der oppositionellen Parteien können sich bislang nicht einigen, wer die Übergangsregierung führen soll.
    In Bischkek wurde inzwischen der Notstand und später eine Ausgangssperre ausgerufen.

    msch/ae/sna

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