06:21 20 Oktober 2020
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    Nach einer der Hauptversionen könnten giftige Algen für die Wasserverschmutzung und das Massensterben von Mikroorganismen und Fischen auf der Kamtschatka verantwortlich sein. Dies berichten russische Medien unter Berufung auf den Direktor des russischen Institutes für Vulkanologie und Seismologie, Aleksej Oserow.

    Man wisse bis heute nicht genau, was vorgefallen sei, aber am ehesten sei die Situation durch giftige Algen entstanden, so Oserow nach einem Treffen in der Regionalregierung. Solche Algensekrete würden Mikroorganismen, Fische, Pflanzen und in einigen Fällen auch Menschen beeinflussen. Laut Oserow kann das giftige Wasser auf der Haut Verbrennungen verursachen.

    Nach Meinung des Gouverneurs der Halbinsel, Wladimir Solodow, klinge diese Version komisch, habe aber eine Berechtigung. „Giftige Mikroalgen können solche Phänomene verursachen, und sie sind nicht nur auf der Kamtschatka bekannt und beschrieben“, erklärte der Gouverneur.

    Die Version der Wasserverschmutzung durch Vulkane auf der Halbinsel Kamtschatka hat Oserow ausgeschlossen. Denn Eruptionen würden in einer Entfernung von über 300 Kilometern vom Ort der Verschmutzung auftreten. Nun sei die Organisation von Seeexpeditionen geplant, um zu verstehen, was Algen aktiv mache und rote Gezeiten verursache.

    Tiersterben auf Kamtschatka

    Nach dem heutigen Ermittlungsstand war es in der Zeit vom 1. September bis zum 3. Oktober im Gewässer des Awatscha-Meerbusens – innerhalb der Bezirke Petropawlowsk-Kamtschatski und Jelisowski – zur Änderung der Wasserfarbe im Ozean sowie zum Sterben von zahlreichen Meerestieren gekommen.

    Die Katastrophe sei auf eine Verschmutzung des Gewässers mit ölhaltigen Substanzen, darunter mit Phenol, zurückzuführen. Auch Menschen seien betroffen gewesen: Der Gesundheitszustand von zwei Surfern habe sich verschlechtert, nachdem sie sich im Wasser aufgehalten hätten. Beide hätten Hornhautverätzungen erlitten.

    Die Ermittler würden zurzeit alle möglichen Quellen der Wasserverschmutzung, darunter die naheliegenden Mülldeponien, überprüfen. Proben würden untersucht, ein ökologisches Gutachten sei beschlossen worden, auch die Durchführung von weiteren zusätzlichen Untersuchungen werde behandelt, hieß es. Die Umstände der Geschehnisse würden geklärt, es werde nach den Verantwortlichen gesucht.

    aa/ae

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    Tags:
    Expedition, Ursache, Algen, Wasserverschmutzung, Kamtschatka