07:44 23 Oktober 2020
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    Brasiliens Oberstes Gericht hat wegen einer Unabgestimmtheit mit der Staatsanwaltschaft den Anführer einer Bande von Drogendealern und Racketeers aus dem Gefängnis entlassen. Der Mann nutzte diesen Fehler und floh nach Paraguay, meldet die Agentur EFE unter Berufung auf Polizeiquellen.

    André Oliveira Macedo, auch als André do Rap bekannt, war als Anführer der Bande „Primer Comando de la Capital“ (PCC), die auch als „Verbrechenspartei“ bekannt ist, im Gefängnis San Paolo untergebracht worden.

    Der Richter des Obersten Gerichts Selso de Mello hatte am Samstag den Beschluss erlassen, den Mafia-Anführer zu entlassen, weil sich dieser laut einer Gesetzesnovelle ohne Zusatzantrag der Staatsanwaltschaft nicht über 90 Tage in Untersuchungshaft befinden sollte.

    Mehrere Stunden nach der Entlassung hat der Vorsitzende des Obersten Gerichts, Luiz Fux, auf Bitte der Staatsanwaltschaft den Erlass seines Kollegen aufgehoben. Unterdessen schaffte es Macedo, das Gefängnis zu verlassen und sich vermutlich nach Paraguay abzusetzen. Der Gouverneur des Bundesstaates San Paolo, Joao Doria, rief die Rechtsschutzorgane auf, den Bandenführer baldigst wieder hinter Gitter zu bringen.

    Die Gruppierung „Primer Comando de la Capital“ wurde von acht Kriminellen gebildet, die nach der Niederschlagung einer Meuterei im Gefängnis Carandiru in San Paolo im Oktober 1992 überlebt hatten.

    ls/ae

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    Tags:
    PCC, Oberstes Gericht, Paraguay, Brasilien