08:21 23 Oktober 2020
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    Als Blamage für Deutschland betrachtet die SPD-Verteidigungspolitikerin Siemtje Möller den Stopp der Vergabe für das neue Sturmgewehr der Bundeswehr.

    „Nach dem Desaster mit dem Transporthubschrauber und jetzt der Panne beim Sturmgewehr steht Deutschland ziemlich blamiert da“, teilte sie der „Nordwest-Zeitung“ (Montag) mit.

    „Da hat man in der juristischen Abteilung im Ministerium oder im Amt geschlafen. Es muss dringend geklärt werden, wer dafür verantwortlich ist, und dann müssen Konsequenzen gezogen werden“, ergänzte Möller.

    Ordentlich ausgerüstet zu werden, sei ein Anrecht der Bundeswehr.

    Personelle Konsequenzen verlangte von Verteidigungsministerin, Annegret Kramp-Karrenbauer, der Grünen-Verteidigungsexperte, Tobias Lindner.

    „Ein solcher Vorgang muss am Ende auch personelle Konsequenzen im Beschaffungsbereich nach sich ziehen“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Montag).

    Die Ministerin dürfe sich nicht hinter „unklaren Verantwortlichkeiten“ verstecken. „Ein ziemliches Desaster“ sei das Ergebnis des Auswahlverfahrens, das bereits vier Jahre dauerte.

    Das Verteidigungsministerium hatte die Vergabe des neuen Sturmgewehrs der Bundeswehr an den Thüringer Hersteller C.G. Haenel am Freitag zurückgezogen.

    Die Entscheidung ist damit begründet worden, dass die Verletzung des Patenrechts zulasten des unterlegenen Bieters Heckler & Koch nicht auszuschließen sei.

    ek/ae/dpa

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    Tags:
    Sturmgewehr, Bundesverteidigungsministerium, Ausrüstung, Annegret Kramp-Karrenbauer, Bundeswehr, Stopp