15:40 30 Oktober 2020
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    Mehr als 50 Länder möchten vorläufigen Angaben zufolge in den Besitz des russischen Impfstoffes gegen das Virus SARS-Cov-2 gelangen. „Uns liegen viele Anträge von führenden Ländern vor“, sagte Kirill Dmitrijew, Chef des Russischen Direktinvestitionsfonds (RDIF), in einem am Montag ausgestrahlten Interview des TV-Senders Rossija 24.

    Für mehrere Länder sei es außerdem wichtig, an den klinischen Erprobungen des Serums an eigenen Bürgern teilzunehmen. Seinen Angaben zufolge dürfte der Impfstoff Ende Oktober oder Anfang November landesweit zur Verfügung stehen.

    „Wir hoffen auch darauf, dass der russische Impfstoff im November auch im Nahen Osten zugelassen wird“, sagte Dmitrijew.

    Am Montag hatte das Gesundheitsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) der Durchführung der dritten Testphase für „Sputnik V“ zugestimmt.

    Gamaleja-Institut gelingt Durchbruch

    Der weltweit erste Corona-Impfstoff wurde vom Moskauer Gamaleja-Forschungsinstitut für Epidemiologie und Mikrobiologie entwickelt und im August zugelassen. Der Impfstoff wird in Kooperation mit dem RDIF produziert.

    Das sogenannte Vektorvakzin hat zwei Komponenten. Die zweite Impfung, die die Immunität deutlich stärken soll, erfolgt drei Wochen nach der ersten.

    Im Sommer war „Sputnik V“ an Freiwilligen im Alter zwischen 18 und 60 Jahren erfolgreich getestet worden. Bei allen Probanden wurden Dauerimmunität und Corona-Antikörper nachgewiesen.

    Auftragsbuch für "Sputnik V" prall gefüllt

    Dmitrijew zufolge hatten 20 Länder bislang eine Milliarde Dosen des Serums bestellt.

    „Mit fünf Ländern wurde die Vereinbarung getroffen, die Produktion des Impfstoffes vor Ort aufzunehmen. Die derzeit vorhandenen Kapazitäten reichen für die Produktion von bis zu 500 Millionen Dosen pro Jahr aus“, sagte der RDIF-Chef.

    am/sb

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    Tags:
    Kirill Dmitrijew, Russischer Direktinvestitionsfonds (RDIF), Nachfrage, Ausland, Impfstoff, Coronavirus, Russland