04:33 27 Oktober 2020
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    Der russische Industrie- und Handelsminister, Denis Manturow, hat im Gespräch mit Journalisten am Mittwoch das eventuelle künftige Produktionsvolumen  des Corona-Impfstoffs „Sputnik V“ in Russland beziffert.

    Bereits im Dezember könnten 1,5 Millionen Dosen produziert werden, im Januar 2021  – zwei bis 3,5 Millionen. „Wir haben uns das folgende Produktionsziel gesetzt: 800.000 Dosen im November, 1,5 Millionen Dosen im Dezember und drei bis 3,5 Millionen im Januar. Daraufhin soll sich das Produktionsvolume vervielfachen. Das heißt, im nächsten Frühjahr werden wir 15 Millionen Dosen pro Monat produzieren können“, so Manturow.

    Die wichtigste Aufgabe der Pharmaunternehmen, von denen viele sich bereits aktiv an der Herstellung des Impfstoffs beteiligen würden, bestehe darin, die Produktion von Reaktoren mit einer 50-Kilogramm-Kapazität auf die Reaktoren mit 1000 Kilogramm-Kapazität zu verlagern, betonte der Minister. „Wenn sich die Qualität und die Stabilität des in großen Reaktoren produzierten Impfstoffs bestätigen sollten, können wir das monatliche Produktionsvolume genau festlegen. Derzeit ist nur eine grobe Einschätzung möglich“, erklärte Manturow.

    „Erst dann können wir uns mit der Binnen- und Außenmarkterschließung befassen, aber das ist eine Verfahrensfrage. Man kann ja nicht mehr als eine bestimmte Anzahl an Impfungen pro Tag durchführen, dafür müssen sich auch die medizinischen Einrichtungen anpassen. Diese müssen beispielsweise auch mobil werden, wie es jetzt mit der Grippe der Fall ist. Dies ist bereits eine Frage des Gesundheitssystems und der Logistik der Entscheidungsfindung“, so Manturow weiter.

    Er erwarte, dass der Impfstoff  in der kommenden Zeit exportiert werden könne. „RDIF trägt aktiv zu Vertragsabschlüssen mit ausländischen Partnern bei, insbesondere mit Indien und Lateinamerika, sowie  mit unseren Partnern von der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft (EAWG) – Kasachstan und Weißrussland. Daher arbeiten wir gleichzeitig in zwei Richtungen. Zunächst werden natürlich die eigenen Bürger geimpft, und danach haben wir vor, den Impfstoff auf den internationalen Markt zu bringen.“

    „Sputnik V“

    Das russische Gesundheitsministerium hatte im August den weltweit ersten Impfstoff zur Prävention der Covid-19-Erkrankung registriert, der vom Gamaleja-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie in Moskau gemeinsam mit dem Russischen Direktinvestitionsfonds (RDIF) entwickelt worden war. Der Impfstoff besteht aus zwei Komponenten, die in dreiwöchigem Abstand angewendet werden.

    Die klinischen Tests des Serums gegen Sars-CoV-2 hatten am 7. September in Moskau begonnen. Zwei Tage danach wurden die ersten Probanden geimpft. Insgesamt 40.000 Freiwillige nahmen an der Erprobung teil. 10.000 von ihnen sollen ein Placebo bekommen haben.

    ekn/gs/sna

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    Tags:
    Russland, Corona-Impfstoff, Sputnik-V