01:15 30 Oktober 2020
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    Die türkischen Behörden haben am Mittwochabend ein griechisches Regierungsflugzeug 20 Minuten lang über der türkisch-irakischen Grenze nördlich von Mossul in der Luft gehalten und sich geweigert, den zuvor genehmigten Überflug zu erlauben. Dies berichtete das griechische öffentlich-rechtliche Fernsehen ERT.

    An Bord des Flugzeuges befand sich demnach der griechische Außenminister, Nikos Dendhias, der seinen Irak-Besuch absolviert hatte und auf dem Weg zurück nach Athen war.

    „Diese Handlung geht über den Rahmen des Begriffs der guten Nachbarschaft hinaus und verstößt gegen die Regeln des diplomatischen Verhaltens“, kommentierte der Fernsehsender den Vorfall.

    Nach Angaben von ERT waren die türkischen Behörden über den VIP-Flug informiert worden und hatten den Flug freigegeben. Sie hätten ihre Erlaubnis allerdings zurückgezogen, als sich das Flugzeug der Grenze genähert habe.

    „Es begannen intensive diplomatische Verhandlungen und das Flugzeug musste seine Flughöhe reduzieren und kreisen, bis das Problem gelöst war. Gleichzeitig wurde der Treibstoff knapp“, hieß es.

    Es war der erste Besuch des griechischen Außenministers im Irak seit 22 Jahren.

    In letzter Zeit haben sich die Beziehungen zwischen Griechenland und der Türkei wegen Streitigkeiten über die Abgrenzung der Meereszonen zugespitzt.

    asch/sna/ae

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    Verweigerung, Überflug, Türkei, Griechenland, Griechenland