01:19 30 Oktober 2020
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    Das türkische Außenministerium hat die Vorwürfe zurückgewiesen, denen zufolge Ankara das Flugzeug des griechischen Außenministers Nikos Dendias an der irakisch-türkischen Grenze am Mittwochabend vorsätzlich aufgehalten haben soll. Laut dem Sprecher Hami Aksoy hat Griechenland den Flugplan nicht rechtzeitig vorgelegt.

    Nach Informationen des griechischen TV-Senders ERT hatten die türkischen Behörden am Mittwochabend ein griechisches Regierungsflugzeug 20 Minuten lang über der türkisch-irakischen Grenze nördlich von Mossul in der Luft gehalten und sich geweigert, den zuvor genehmigten Überflug zu erlauben. An Bord des Flugzeuges befand sich der griechische Außenminister, Nikos Dendhias, der seinen Irak-Besuch absolviert hatte und auf dem Weg zurück nach Athen war.

    Griechenland habe um Erlaubnis für den Flug über den türkischen Luftraum gebeten – für die Maschine, mit der Dendias in den Irak geflogen sei, sagte Aksoy. Eine Genehmigung sei erteilt und die griechische Seite sei darüber informiert worden. Allerdings sei im Irak eine Fehlfunktion des Regierungsflugzeuges festgestellt worden. Griechenland habe ein anderes Flugzeug bereitgestellt, das umgehend die Erlaubnis erhalten habe, den türkischen Luftraum zu nutzen. Die neue Erlaubnis habe dieselbe Registrierungsnummer gehabt wie die vorherige.

    Die Meldungen, denen zufolge die Maschine mit dem griechischen Außenminister Dendias an Bord vor dem Eindringen in den türkischen Luftraum absichtlich aufgehalten worden sei, bezeichnete Aksoy als vorsätzliche Desinformation.

    „Das Flugzeug startete vom Irak aus, ohne einen Flugplan vorzulegen, der über das System von (der Europäischen Organisation zur Sicherung der Luftfahrt – Anm. d. Red.) Eurocontrol übermittelt wird. Dieses System hat bestätigt, dass der Plan nicht übermittelt wurde. Als das Flugzeug in unseren Luftraum einflog, wurde der Plan bei den irakischen Behörden dringend angefordert, und nach dessen Erhalt wurde der Flug unter Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen fortgesetzt“, erklärte der Sprecher des türkischen Außenministeriums.

    „Kein Flugzeug kann ohne den Plan fliegen“, betonte er. „Das ist vor allem für die Sicherheit des griechischen Außenministers notwendig, was unseren griechischen Gesprächspartnern auch mitgeteilt wurde“, fügte Aksoy hinzu.

    In den vergangenen Monaten wurden die Beziehungen zwischen Griechenland und der Türkei von dem Streit um Erdgasvorkommen im östlichen Mittelmeer und der damit verbundene Abgrenzung der Meereszonen belastet.

    asch/sna/ae

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    Flugzeug, Griechenland, Griechenland, Türkei