02:30 27 November 2020
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    Der dänische U-Boot-Bauer Peter Madsen, der 2018 wegen der Ermordung der schwedischen Journalistin Kim Wall zu lebenslanger Haft verurteilt worden war, hat laut der lokalen Boulevardzeitung „Ekstra Bladet“ versucht, aus dem Gefängnis zu fliehen.

    Dazu veröffentlichte die Zeitung ein kurzes Video, das einen Mann dabei zeigt, wie er – von bewaffneten Polizisten gestellt – vor einem Zaun sitzt. Dabei soll es sich um Madsen handeln. Laut „Ekstra Bladet“ soll der Häftling mit der Drohung, eine Bombe bei sich zu haben, aus der Haftanstalt westlich von Kopenhagen geflohen sein.

    ​Allerdings schrieb die zuständige Polizei auf Twitter, dass ein Mann nach einem Fluchtversuch festgenommen worden sei. Ob es sich dabei um Madsen handelte, bestätigte sie zunächst nicht.

    Madsen erhält lebenslange Haft

    Am 25. April 2018 wurde der dänische Erfinder Peter Madsen vom Kopenhagener Gericht zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Damals warf man dem Dänen vor, dass er die 30 Jahre alte Journalistin Kim Wall am 10. August 2017 in seinem U-Boot missbraucht und ermordet haben soll. Madsen soll Wall gefesselt und mit spitzem Werkzeug auf sie eingestochen haben.

    Anschließend soll der Täter die Frau enthauptet, die Leiche zerstückelt und über Bord geworfen haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der 47-Jährige dabei eine Sexfantasie ausgelebt haben. Die Schmerzen des Opfers erregten Madsen, sagen die Ermittler, da sie Spermaspuren in seiner Unterhose fanden.

    Laut Staatsanwalt Jakob Buch-Jepsen soll Wall ein Zufallsopfer gewesen sein, obwohl die Tat offensichtlich geplant war. Nach seinen Worten hatte Madsen zuvor andere Frauen eingeladen, zu ihm auf das U-Boot zu kommen.

    ac/mt/dpa/sna

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    Tags:
    lebenslange Haftstrafe, Journalistin, Mord, Kopenhagen, Gefängnis, Fluchtversuch, Peter Madsen