16:11 25 November 2020
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    Das Verteidigungsministerium Aserbaidschans hat den von Armenien bekanntgegebenen Abschuss einer aserbaidschanischen Maschine in Bergkarabach dementiert.

    Am Mittwoch teilte die Sprecherin des armenischen Verteidigungsministeriums, Schuschan Stepanjan, mit, die Flugabwehr der Verteidigungsarmee von Bergkarabach habe ein aserbaidschanisches Flugzeug im Süden der Berührungslinie abgeschossen.

    „Die Informationen über den angeblichen Abschuss eines aserbaidschanischen Militärflugzeugs, die von der armenischen Seite verbreitet wurden, sind ein weiterer Fake der armenischen Militärpropagandamaschine“, heißt es nun in einer Mitteilung des Pressedienstes des aserbaidschanischen Verteidigungsministeriums.

    ​Eskalation in Bergkarabach

    Der Konflikt in Bergkarabach war am 27. September eskaliert. Zwischen Armenien und Aserbaidschan kam es zu schweren militärischen Auseinandersetzungen, die seitdem andauern. Auf beiden Seiten gibt es inzwischen viele Tote und Verletzte zu beklagen. Baku und Jerewan machen sich gegenseitig für die Verschärfung der Lage verantwortlich.

    Die Behörden der international nicht anerkannten Republik Bergkarabach erklärten den Kriegszustand und eine Mobilmachung in der Republik. Auch Armenien verkündete den Kriegszustand und eine allgemeine Mobilmachung. Aserbaidschan führte den Kriegszustand in einigen Regionen des Landes ein und verkündete eine teilweise Mobilmachung. Armenien wirft der Türkei vor, Aserbaidschan aktiv zu unterstützen.

    Die Staatschefs Russlands, der USA und Frankreichs hatten die Konfliktparteien dazu aufgefordert, die Kämpfe einzustellen und sich zur Aufnahme von Verhandlungen ohne Vorbedingungen zu verpflichten. Die Türkei versprach, Aserbaidschan jede gewünschte Unterstützung vor dem Hintergrund einer weiteren Verschärfung der Lage in Bergkarabach zu gewähren.

    Gespräche in Moskau

    Am 9. Oktober waren die Außenminister von Armenien und Aserbaidschan auf Einladung von Wladimir Putin zu Vermittlungsgesprächen nach Moskau gekommen. Die Gespräche dauerten mehr als zehn Stunden.

    Im Ergebnis dieser Gespräche wurde ein Waffenstillstand in der Konfliktregion um Bergkarabach vereinbart, der am 10. Oktober in Kraft trat und den beiden Konfliktparteien ermöglichen soll, Kriegsgefangene und Gefallene unter Vermittlung des Roten Kreuzes auszutauschen. Doch schon am selben Tag warfen die Seiten einander vor, gegen die Waffenruhe verstoßen zu haben. Ein zweiter Versuch, einen humanitären Waffenstillstand zu organisieren, wurde in der Nacht zum 18. Oktober unternommen.

    asch/sna/ae

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