11:35 02 Dezember 2020
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    Das US-Justizministerium sowie die Bundesermittlungsbehörde FBI, die angeblich einen Hunter Biden gehörenden Laptop in Besitz hat, sind nach Angaben des TV-Senders FOX News der Ansicht, dass der PC und die dort gespeicherten E-Mails nicht Teil einer russischen Desinformationskampagne sind.

    Das FBI sei im Besitz eines Laptops, der angeblich dem Sohn des US-Präsidentschaftskandidaten Joe Biden, Hunter, gehören und E-Mails enthalten soll, die angeblich seine ausländischen Geschäfte, darunter Kontakte in der Ukraine und in China, offenlegen. Dies berichtete der TV-Sender FOX News unter Verweis auf zwei hohe Verwaltungsbeamte.

    „Außerdem hat Fox News erfahren, dass die Beamten des FBI und des Justizministeriums einer Einschätzung des Direktors der Nationalen Nachrichtendienste, John Ratcliffe, zustimmen, wonach der Laptop nicht Teil einer russischen Desinformationskampagne ist, die sich gegen den demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden richtet“, teilte der Fernsehsender mit.

    Das FBI habe sich geweigert, die Existenz einer Untersuchung des Laptops oder der E-Mails zu bestätigen oder zu dementieren.

    Ratcliffe dementiert Vorwürfe von US-Demokraten

    Zuvor hatte der Direktor der Intelligence Community der Vereinigten Staaten, John Ratcliffe, geäußert, dass der Laptop von Hunter Biden sowie die auf ihm gespeicherten E-Mails „nicht Teil einer russischen Desinformationskampagne“ seien. Damit reagierte er auf die Äußerungen des Chefs des Geheimdienstausschusses, Adam Schiff, der das Gegenteil behauptete.

    „Die Geheimdienstgemeinschaft glaubt das nicht, weil es keinen Geheimdienst gibt, der das bestätigt“, sagte Ratcliffe bei einem Interview mit dem TV-Sender FOX Business am Montag.

    Schiff hatte am Wochenende die E-Mails als Teil einer Verleumdung „aus dem Kreml“ beschrieben, inmitten von Behauptungen, die Enthüllungen seien Teil einer russischen Desinformationskampagne.

    Nun unterstützte ein hochrangiger Geheimdienstmitarbeiter Ratcliffes Einschätzung gegenüber FOX News:

    „Ratcliffe hat zu 100 Prozent recht“, zitiert der TV-Sender den Geheimdienstler. „Zur Zeit gibt es keine Geheimdienstinformationen, die die Aussage des Vorsitzenden Schiff belegen würden, dass die jüngsten Geschichten über Bidens Geschäfte mit dem Ausland Teil einer klugen Kampagne seien, die ‚aus dem Kreml kommt‘“.

    Enthüllungen der „New York Post“

    Letzte Woche hatte die Zeitung „New York Post“ eine Reihe von Artikeln veröffentlicht, die auf den angeblich auf dem Laptop von Hunter Biden entdeckten E-Mails basieren sollen. Der Laptop soll in einer Reparaturwerkstatt im US-Bundesstaat Delaware gefunden worden sein.

    Das FBI habe den Computer und die Festplatte im Dezember 2019 beschlagnahmt. Der Besitzer der Werkstatt habe jedoch eine Kopie der Festplatte angefertigt und sie später dem Anwalt des ehemaligen Bürgermeisters Rudy Giuliani, Robert Costello, übergeben.

    Aus Berichten der „New York Post“ geht hervor, dass sich Biden Senior auf Hunters Bitte hin im April 2015 in Washington D.C. mit Vadym Poscharski, dem leitenden Berater des Managements des ukrainischen Energieunternehmens „Burisma“, getroffen hat. In einem der E-Mails soll Poscharski Hunter Biden gebeten haben, darüber nachzudenken, wie er „seinen Einfluss nutzen“ könnte, um dem Unternehmen zu helfen. Diese Enthüllungen widersprechen den Behauptungen von Joe Biden, er habe nichts mit der Arbeit seines Sohnes in Burisma zu tun gehabt.

    Hunter Biden als Berater der Burisma-Leitung

    Hunter Biden hatte den Posten eines Beraters bei der Burisma-Leitung mit einem Monatsgehalt von 50.000 US-Dollar inne. Anhänger von US-Präsident Donald Trump vermuten, dass Hunter Biden den Einfluss seines Vaters missbraucht haben soll, um eigene Geschäfte in der Ukraine durchzusetzen.

    Sie werfen Joe Biden vor, Druck auf ukrainische Behörden ausgeübt zu haben, mit dem Ziel, Generalstaatsanwalt Viktor Schochin zu kündigen, der gegen Burisma ermittelte. Joe Biden weist alle Anschuldigungen vehement zurück. Die US-Demokraten bezeichneten den Artikel der „New York Post“ als Kampagne des Kremls.

    asch/sna/ae

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    Tags:
    Joe Biden, USA