06:09 03 Dezember 2020
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    Ein drei Monate alter Chihuahua sollte wegen bürokratischer Ungereimtheiten in Norwegen eingeschläfert werden. Doch der amerikanische Schauspieler Jean-Claude Van Damme ist durch eine Online-Petition auf den Fall aufmerksam geworden – und hat sich für die Rettung des Welpen erfolgreich eingesetzt.

    Der Vierbeiner namens Raya sei im September seinen neuen Besitzern in Norwegen übergeben worden, berichtet „The Guardian“. Die Behörden hätten jedoch seine Registrierung abgelehnt, nachdem sich herausgestellt habe, dass der Hund mit einem gefälschten bulgarischen Pass eingereist sei. Daraufhin sollen die Behörden versucht haben, den Hund nach Bulgarien zurückzuschicken – doch dies habe das Land aufgrund der bestehenden EU-Normen für Tiertransport verweigert.

    Die tragische Folge: Nun sollte der Hund eingeschläfert werden. Der neue Besitzer von Raya wollte das um jeden Preis verhindern und startete eine Petition. Demnach soll der Hund in Bulgarien alle notwendigen Impfungen erhalten haben, doch die norwegischen Behörden hätten auf die gefälschten Papiere verwiesen und den Chihuahua erneut impfen lassen. Darüber hinaus setzten sie Rayas Einschläferung für den 22. Oktober an.

    „Ich finde, dass so ein Umgang mit dem Welpen absolut inhuman ist, das widerspricht allen meinen moralischen Grundwerten. Ich verstehe, dass es Probleme mit den Papieren gegeben hat, und verstehe, dass auch ich daran Schuld trage – ich hätte alles besser überprüfen sollen. Aber der Hund kann nichts dafür, und das Strafmaß entspricht in keiner Weise dem Vergehen“, heißt es in der Petition, die mehr als 12.000 Menschen unterzeichnet haben.

    Niemand Geringeres als der Schauspieler und einstige Actionfilmstar Jean-Claude Van Damme wurde ebenfalls auf die Petition aufmerksam. In einer Videobotschaft, in der Van Damme seinen eigenen Chihuahua in die Kamera hält, rief er Bulgarien dazu auf, den Hund zurückzunehmen.

    „Ich bitte Sie – heute ist mein Geburtstag – ändern Sie Ihre Entscheidung (…) Die Menschen, die die Papiere eingereicht haben, haben einen Fehler begangen (…) Sie können nicht einfach so einen kleinen Chihuahua töten“, sagte der Schauspieler.

    Die bulgarischen Behörden haben den Appell inzwischen erhört und sich bereit erklärt, den Hund zurückzunehmen. Wie es heißt, soll Raya nun einem Medizincheck unterzogen werden und kann dann wieder zu seinem Herrchen zurück.

    mka/gs

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