11:19 02 Dezember 2020
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    Brasilianische Gesundheitsbehörden haben am Mittwoch den Tod eines Freiwilligen bekannt gegeben, der an den klinischen Studien des Corona-Impfstoffs des britischen Pharmakonzerns AstraZeneca und der Universität Oxford teilgenommen hatte.

    Es ist allerdings zur Zeit nicht bekannt, ob dem Freiwilligen der Impfstoff oder ein Placebo injiziert wurde. Die Todesursache wird auch nicht genannt. 

    Der Tod des 28-jährigen Freiwilligen ist offenbar auf „Komplikationen durch COVID-19” zurückzuführen, berichtet die brasilianische Zeitung „O Globo”.

    AstraZeneca verfügt nach eigenen Angaben über keine näheren Informationen zu dem Vorfall und hat bisher keinen Kommentar abgegeben. 

    Wie Bloomberg unter Berufung auf eigene Quellen berichtet, hatte der Brasilianer keinen Impfstoff bekommen.

    Das Unternehmen Astrazeneca hat zweimal die Tests seines Impfstoffes unterbrochen. Erstmals ereignete es sich im Juli, als ein Teilnehmer neurologische Symptome zeigte: es wurde eine Multiple Sklerose diagnostiziert. Im September wurde eine Pause genommen, damit unabhängige Spezialisten die Sicherheit des Präparats für die Reduzierung von Nebenwirkungen in Zukunft einschätzen konnten.

    Der Impfstoff wird derzeit von der europäischen Arzneimittel-Behörde EMA in einem sogenannten Rolling-Review-Verfahren geprüft. Bei diesem Verfahren werden Daten aus der klinischen Prüfung fortlaufend eingereicht und bewertet. Mit AstraZeneca hat die EU bereits einen Rahmenvertrag über die Lieferung von Impfdosen geschlossen.

    In Russland sind inwzischen zwei Impfstoffe gegen das Coronavirus registriert worden. In den USA laufen derzeit klinische Tests an Impfstoffen gegen das Coronavirus, die von Unternehmen wie Moderna, Pfizer und Astrazeneca entwickelt wurden.

    ta/gs

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    Tags:
    Impfstoff, Coronavirus