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    CNN-Umfrage sieht Biden als Sieger der Fernsehdebatte; Trump spricht sich entschieden gegen Corona-Beschränkungen aus; Bei 20.000 Infektionen am Tag droht laut Weltärztebund zweiter Lockdown; Deutsche Industrie warnt vor erneutem Herunterfahren der Wirtschaft; NRW-Ministerium will Fanausschluss bei Bundesligaspielen durchsetzen

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Freitag geschehen ist.

    CNN-Umfrage sieht Biden als Sieger der Fernsehdebatte

    In der TV-Debatte vor der US-Präsidentschaftswahl hat Herausforderer Joe Biden nach dem Ergebnis einer Umfrage des Senders CNN einen besseren Eindruck gemacht als Amtsinhaber Donald Trump. Biden warb in der 90-minütigen Sendung für das Tragen von Corona-Masken und machte Trump für die hohe Zahl der Opfer verantwortlich. Wer die Schuld an so vielen Toten trage, sollte nicht Präsident der Vereinigten Staaten bleiben. Trump betonte, man müsse lernen, mit der Pandemie zu leben. Man könne die Nation nicht schließen, sonst habe man keine mehr. Die Umfrage unter Zuschauern des direkten Aufeinandertreffens vom Donnerstag ergab, dass 53 Prozent Biden als Sieger sahen. 39 Prozent sahen Trump vorn. Befragt nach ihrem Eindruck, wer die Fragen von Moderatorin Kristen Welker direkt beantwortet habe, nannten 62 Prozent Biden und 31 Prozent Trump. Einen Gleichstand von 49 zu 49 Prozent ergab die Frage, wer in der Debatte die stärkere politische Führungskraft gezeigt habe. Basis der Erhebung war eine telefonische Befragung von 585 registrierten Wählern durch das Institut SSRS. Der Sender gab die statistische Fehlerquote der Umfrage mit 5,7 Prozent an. Nach der ersten Fernsehdebatte Ende September sahen in einer Umfrage des Senders CBS 48 Prozent der Zuschauer Biden vorn, 41 Prozent Trump.

    Trump spricht sich entschieden gegen Corona-Beschränkungen aus

    US-Präsident Donald Trump hat ein Ende der Corona-Auflagen gefordert, damit sich die Wirtschaft wieder erholen kann. „Wir können das Land nicht geschlossen halten“, sagte der Republikaner im zweiten und letzten TV-Duell mit seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden in Nashville Tennessee. Wenn es wegen des Virus weitere Lockdowns gäbe, würden viele Menschen ihre Jobs verlieren und die Zahl der Selbstmorde ansteigen, sagte Trump. „Wir müssen das Land öffnen. Wissen Sie, ich habe es oft gesagt, das Heilmittel darf nicht schlimmer sein als das Problem selbst“, sagte Trump. Biden werde das ganze Land zumachen, sagte er. Biden erwiderte, er wolle nicht das Land dicht machen, sondern der Pandemie ein Ende bereiten.

    Bei 20.000 Infektionen am Tag droht laut Weltärztebund zweiter Lockdown

    Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, erwartet für den Fall eines weiteren Anstiegs der Corona-Zahlen eine kritische Schwelle bei 20.000 Neuinfektionen pro Tag. Bei 20.000 Neuinfektionen am Tag gerate die Lage außer Kontrolle, sagte Montgomery der „Rheinischen Post“. Dann wäre es für Gesundheitsämter nicht mehr möglich, die Infektionsketten nachzuverfolgen und zu unterbrechen. Dann drohe ein zweiter Lockdown, weil sich das Virus anders nicht mehr bremsen lasse.

    Seehofer fordert Prüfung von Abschiebungen nach Syrien

    Nach der tödlichen Messerattacke von Dresden hat Bundesinnenminister Horst Seehofer gefordert, eine Ermöglichung von Abschiebungen nach Syrien zu prüfen. Es geht Seehofer um mögliche Abschiebungen in die befriedeten Gebiete Syriens. Am 4. Oktober hatte ein Mann in Dresden zwei Männer mit einem Messer angegriffen und einen davon getötet. Tatverdächtiger ist ein mutmaßlich islamistischer Syrer, der von den Behörden als Gefährder eingestuft worden war und observiert wurde.

    Deutsche Industrie warnt vor erneutem Herunterfahren der Wirtschaft

    Angesichts der gestiegenen Coronavirus-Infektionszahlen hat der Bundesverband der Deutschen Industrie eindringlich vor einem erneuten generellen Herunterfahren der deutschen Wirtschaft gewarnt. „Ein zweiter Lockdown wäre existenzgefährdend für zahlreiche Unternehmen in Deutschland“, sagte BDI-Präsident Dieter Kempf den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Er forderte die Bundesregierung auf, eine besonnene Herbststrategie gegen die Pandemie mit einem klugen Mix aus passgenauen Maßnahmen von Bund und Ländern vorzulegen.

    NRW-Ministerium will Fanausschluss bei Bundesligaspielen durchsetzen

    Den Fußball-Bundesligisten und anderen Proficlubs in Nordrhein-Westfalen drohen weitere Geisterspiele. Bei bundesweiten Teamsportwettbewerben sollen Zuschauer komplett ausgeschlossen werden, wenn die Zahl der Corona-Neuinfektionen am Austragungsort bei mehr als 35 Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche liegt. Das stellte das Landesgesundheitsministerium von NRW klar, wie das „Westfalen-Blatt“ berichtet. Bislang ließen die Behörden auch bei einem Inzidenzwert über 35 meist noch 300 Zuschauer zu den Spielen zu. Die Bezirksregierungen sollen nun die Einhaltung der Rechtsauffassung sicherstellen, teilte das Ministerium mit.

    mk/dpa/ae

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    Tags:
    Coronavirus, NRW, Deutschland, Syrien, USA