05:54 03 Dezember 2020
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    Der renommierte Professor Nadey Hakim hat vor Kurzem an der internationalen Konferenz zum Impfstoff Sputnik V in Russland teilgenommen. Nut hat er das Vakzin in einem Beitrag für die Zeitung „ICN“ unter wichtigen Gesichtspunkten betrachtet – und dem Präparat einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung des Coronavirus vorausgesagt.

    Nach Ansicht Hakims werden Impstoffe ein wichtiges Instrument im Kampf gegen Covid-19 sein und letztendlich viele Menschenleben weltweit retten. Der Ansatz bei der Herstellung und Verabreichung des Impfstoffs müsse auf den besten verfügbaren Technologien beruhen und gleichzeitig sicherstellen, dass der Impfstoff rund um den Globus und auf gerechte Weise zur Verfügung gestellt werde.

    „Die Länder sollten sich künftig ein vielfältiges Impfstoffprogramm zusammenstellen, dem der russische Impfstoff Sputnik V sicherlich angehören wird", schrieb Hakim, der auch Vizepräsident der International Academy of Medical Sciences ist. 

    Ferner nahm der Experte Bezug auf wissenschaftliche Veröffentlichungen zu Sputnik V – wie etwa in der Fachzeitschrift „The Lancet“ –, mit denen er sich auseinandergesetzt hat. Es sei klar, dass die Ergebnisse der klinischen Studien zu Sputnik V die Wirksamkeit des Impfstoffs nachgewiesen haben. „Und welche Überlegung ist bei einem Vakzin von grundlegender Bedeutung? Dass es sicher und wirksam ist“, betonte Hakim.

    Wirksamkeit belegt

    „Die Tatsache, dass die Wirksamkeit von Sputnik V auf schlüssige Nachweise zurückzuführen ist und dass es auf menschlichen adenoviralen Vektoren und auf einem fortschrittlichen Impfverfahren mit zwei verschiedenen Adenoviren basiert, lässt es noch beeindruckender erscheinen“, so der Experte.

    Ferner verwies er auf eigene Russlandreisen, die ihn aus nächster Nähe davon überzeugt hätten, welche hervorragende Arbeit in den Bereichen Wissenschaft und Medizin in dem Land geleistet würde. Nach Ansicht Hakims zeichnet sich auch eine erfreuliche Tendenz für die Verbreitung des Impfstoffs ab, da viele lateinamerikanische Länder bereits Vereinbarungen zur Herstellung des Vakzins vor Ort getroffen hätten.

    „Das geschieht in Ländern wie China, Indien, Brasilien, Korea und in der Türkei. Diese Länder werden dann in der Lage sein, Sputnik V in Nachbarländer zu exportieren.“

    Zusammenarbeit der Länder

    Hakim verwies ferner auf die internationale Bewältigung der Corona-Pandemie, welche einen globalen Kraftakt darstelle und gemeinsame Anstrengungen voraussetze. Er warnte an dieser Stelle vor falscher Konkurrenz.

    „Wir brauchen gemeinsame Anstrengungen, um in der COVID-19-Bekämpfung erfolgreich zu sein. Nehmen wir beispielweise Russland und das Vereinigte Königreich. Ich habe persönlich erlebt, wie die Presse Kommentare oder Annahmen abgegeben hat, die schlecht verfasst oder durchdacht sind, und leider oft bedingt durch Neid auf die Erfolge anderer Länder bei der Impfstoffentwicklung herauskommen.“

    Beide Länder hätten bei Phase 1 und Phase 2 der klinische Studien erhebliche Fortschritte erzielt, setzte der Wissenschaftler fort. So hätten die Untersuchungen des Impfstoffs der Oxford University eine starke Immunantwort bei den Probanden gezeigt. Bei den Testpersonen habe sich innerhalb von 14 Tagen eine T-Zell-Reaktion eingestellt – wie auch im Fall der russischen Studien. Er lobte unter anderem die Geschwindigkeit, mit der die Studien Fortschritte zeitigten. Abschließend äußerte er Zuversicht hinsichtlich baldiger coronafreier Verhältnisse.

    „Ich hoffe, dass wir bis März 2021 zur Normalität zurückkehren werden, aber ich glaube vor allem, dass der Impfstoff von großem Nutzen sein wird und hoffe, dass er für alle verfügbar sein wird. Kurzum: Ich bin guter Dinge, dass Südamerika bei Sputnik V mit an Bord ist.“

    mka/gs

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    Tags:
    Russland, Corona-Impfstoff, Coronavirus