18:33 27 November 2020
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    Das US-amerikanische Unternehmen Johnson & Johnson wird demnächst seine Studie zu einem möglichen Coronavirus-Impfstoff wieder aufnehmen, da die Krankheit eines Freiwilligen nicht mit dem Impfstoff verbunden ist. Das teile die Zeitung „The Washington Post“ am Samstag unter Verweis auf eine namentlich nicht genannte Quelle mit.

    Laut dem Blatt hat der Mann, dem der Impfstoff verabreicht wurde, einen Schlaganfall erlitten.

    Ein unabhängiges Komitee, das in dem Fall ermittelt hatte, kam zu dem Schluss, dass dies nicht auf den Impfstoff zurückzuführen sei. Um diese Schlussfolgerung ziehen zu können, seien nicht nur die medizinischen Daten im Zusammenhang mit diesem Fall, sondern auch Daten über 100.000 Menschen geprüft worden, denen Impfstoffe auf der Basis derselben Basistechnologie verabreicht worden seien. 

    Auch das Unternehmen selbst bestätigte, dass es sich auf die Wiederaufnahme der Phase-3-Studie vorbereite. Wie es weiter heißt, habe das Datenüberwachungskomitee (DSMB) empfohlen, die Rekrutierung von Menschen für die Studie wiederaufzunehmen.   

    Nach Konsultationen mit der US-Hygieneaufsichtsbehörde für Lebensmittel und Medikamente (FDA)  hätten die Vorbereitungsarbeiten zur Wiederaufnahme der Tests in den USA begonnen. Gespräche mit Regulierungsbehörden in anderen Ländern über die Wiederaufnahme des Programms für klinische Studien dauerten noch an, heißt es.

    Johnson & Johnson

    Johnson & Johnson hatte am 12. Oktober seine Studie zu einem möglichen Coronavirus-Impfstoff zeitweilig unterbrochen. Die Tests wurden laut dem Unternehmen „wegen einer ungeklärten Krankheit eines Studienteilnehmers zeitweise eingestellt“.

    Am 23. September war berichtet worden, dass Johnson & Johnson die Phase-3-Studie, also die letzte und entscheidende Phase der klinischen Tests, begonnen habe. In dieser Phase-III-Studie mit bis zu 60.000 Freiwilligen aus Argentinien, Brasilien, Kolumbien, Mexiko, Peru, den Vereinigten Staaten, Chile und der Republik Südafrika sollten „Sicherheit und Wirksamkeit einer Dose des Impfstoffes im Vergleich zu Placebo zur Vorbeugung von COVID-19 überprüft werden“.

    ns/ae

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    Tags:
    Mexiko, Peru, USA, Argentinien, Brasilien, Krankheit, Tod, Freiwillige, Corona-Impfstoff, Washington Post, Johnson & Johnson