20:37 23 November 2020
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    Ein des Mordes angeklagter Deutscher muss sich seit Montag vor dem Schwurgericht im belgischen Antwerpen verantworten. Der 57-Jährige verbüßt bereits wegen eines anderen Mordes eine lebenslängliche Freiheitsstrafe in Deutschland, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga meldet.

    Der Mann soll vor 13 Jahren einen Autohändler im belgischen Schilde in räuberischer Absicht erschossen und anschließend ein Feuer am Tatort gelegt haben, um die Tat zu vertuschen.

    Prozess nach zehnjähriger Verzögerung

    Der Deutschen Presse-Agentur zufolge galt der gelernte Mechaniker bereits seit 2008 als dringend tatverdächtig. Da sich deutsche und belgische Justizbehörden lange Zeit nicht auf eine Auslieferung einigen konnten, beginnt der Prozess erst über ein Jahrzehnt nach der Tat.

    Zunächst hatte der Sohn des Mordopfers unter Tatverdacht gestanden. Dann wurde der Deutsche 2008 auf Mallorca verhaftet, weil er verdächtigt wurde, wenige Wochen zuvor einen Mord in Krefeld begangen zu haben. Eine Waffe, die im Auto des Mannes gefunden wurde, stellte sich später als Mordwaffe der beiden Taten heraus und brachte ihn so in Verbindung mit dem Mord in Belgien.

    2009 wurde der Täter vom Landgericht Krefeld zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe wegen des Mordes in Krefeld verurteilt. Das Schwurgericht in Antwerpen könnte ihn nun erneut wegen Mordes verurteilen.

    am/

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    Tags:
    Prozess, Täter, Mord, Belgien, Deutschland