15:45 25 November 2020
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    Unbekannte haben nach Angaben der Polizei aus einer Kirche in Regensburg über tausend Jahre alte sterbliche Überreste des heiligen Wolfgang gestohlen, der ein bedeutender mittelalterlicher Kirchenfürst gewesen war.

    Die Täter sollen dazu eine stählerne Einfassung aufgebrochen haben. Die Reliquien seien „mit äußerster Gewalt aus dem Panzerglas und der Stahlumfassung herausgebrochen“ worden, schrieb die Gemeinde auf ihrer Website. „Der ideelle Schaden ist unermesslich. Und das fünf Tage vor dem Wolfgangsfest“ – der Tag des Heiligen Wolfgang sei der kommende Samstag.

    Die Kripo Regensburg soll Ermittlungen wegen des Diebstahls aufgenommen haben, obwohl der materielle Schaden gering sei. Die Beamten hätten um Zeugenhinweise aus der Bevölkerung gebeten. „Jeder noch so kleine Hinweis kann für die Ermittlungen von Bedeutung sein“, so die Ermittlung.

    Die entwendete Große Brustschleife der Königin Amalie Auguste aus dem Grünen Gewölbe in Dresden
    © AFP 2020 / Polizei Dresden / Grünes Gewölbe / Jürgen Karpinski

    Der heilige Wolfgang

    Der im Jahr 994 gestorbene Wolfgang war der erste Bischof von Regensburg, der 1052 heilig gesprochen wurde. Er war auch als Erzieher des späteren Kaisers Heinrich II. (973-1024) bekannt.

    Wie bei mittelalterlichen Reliquien üblich, wurden Teile des Leichnams an verschiedenen Stellen beigesetzt. Der größte Teil der Reliquien befinde sich in der Emmerams-Basilika, den kleineren Teil besitze die St. Wolfgangs-Kirche, der nun von den Dieben gestohlen worden sei. In Regensburg gebe es zwei Wolfgangsgräber. Weitere Reliquien würden in dem nach dem Bischof benannten Ort St. Wolfgang am Wolfgangsee im österreichischen Salzkammergut und in Portugal aufbewahrt.

    aa/dpa/mt

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    Tags:
    Ermittlungen, Überreste, Diebstahl, Regensburg, Kirche, Deutschland