06:20 03 Dezember 2020
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    Im Zusammenhang mit einem tödlichen Bombenanschlag hat die pakistanische Polizei in der nordwestlichen Stadt Peshawar am Mittwoch eine Razzia durchgeführt und dabei 55 Verdächtige festgenommen, meldet die Nachrichtenagentur Associated Press of Pakistan.

    Bei den Durchsuchungen wurden demzufolge in einigen Häusern illegale Waffen gefunden. Ein besonderes Ermittlerteam werde sich mit den Festgenommenen beschäftigen.

    Explosion in Schule

    Der Bombenanschlag hatte sich am Dienstag in einer Koranschule des Bezirks Dir Colony ereignet. Medienberichten zufolge soll ein selbstgebastelter Sprengsatz detoniert sein.

    Nach den jüngsten Angaben forderte der Vorfall acht Todesopfer. Rund 120 Menschen erlitten Verletzungen. Etwa 90 der Verletzten seien inzwischen wieder aus den Krankenhäusern entlassen worden, berichtet die dpa unter Verweis auf einen Kliniksprecher. Sechs Männer sollen mit schweren Verbrennungen immer noch in einem kritischen Zustand sein.

    Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag auf die Koranschule. Bilder einer Überwachungskamera hatten einen Mann gezeigt, der zuvor eine Tasche in der Schule platziert haben soll. Die Beweisaufnahme am Anschlagsort der Koranschule in Peshawar sei abgeschlossen, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch laut der dpa.

    Schulleiter offenbar Ziel des Attentats

    Ziel des Anschlags soll der Leiter der Koranschule, Scheich Rahimuddin Hakkani, gewesen sein, meldet die Agentur unter Verweis auf Sicherheitskreise. Seit zehn Jahren habe der 42-Jährige das religiöse Seminar geführt. Er überlebte den Anschlag leicht verletzt.

    Hakkani stammt demnach aus der afghanischen Stadt Dschalalabad und steht im Verdacht, Beziehungen zu den afghanischen Taliban zu haben, hieß es aus Peshawar. Zweimal bereits sei er Ziel von Attentaten gewesen, damals habe man die Terrororganisation „Islamischer Staat“* verdächtigt.

    *Auch IS/Daesh: Terrororganisation, in Russland und Deutschland verboten

    mo/mt/dpa

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