21:04 23 November 2020
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    Flugabwehrkräfte der international nicht anerkannten Republik Bergkarabach sollen am Donnerstag eine den aserbaidschanischen Streitkräften gehörende Drohne „Bayraktar“ aus türkischer Produktion vernichtet haben. Dies gab die Karabach-Armee bekannt.

    „Soeben haben die Flugabwehreinheiten der Verteidigungsarmee erneut eine Kampfdrohne ,Bayraktarʻ vernichtet“, heißt es auf der Facebook-Seite der Armee von Karabach.

    Laut der Mitteilung war die Situation in der Nacht an vorderster Linie stabil angespannt.

    Die Pressesprecherin des armenischen Verteidigungsministeriums, Schuschan Stepanjan, teilte in ihrem Telegram-Kanal mit, dass die Flugabwehreinheiten von Arzach eine weitere türkische Kampfdrohne vom Typ „Bayraktar“ vernichtet hätten.

    Armeniens Premier Nikol Paschinjan hatte vergangene Woche erklärt, dass die Karabach-Kräfte seit Beginn der Eskalation in der Region etwa zehn Drohnen „Bayraktar“ aus türkischer Herstellung vernichtet hätten.

    Die Gefechte um Bergkarabach dauern bereits seit Ende September an. Die verfeindeten Nachbarn geben sich immer wieder gegenseitig die Schuld am Ausbruch der Kämpfe. 

    Bergkarabach-Konflikt

    Der Konflikt in der hauptsächlich von Armeniern bewohnten völkerrechtlich zu Aserbaidschan gehörenden Region Bergkarabach brach im Februar 1988 aus, nachdem das Autonome Gebiet Bergkarabach mit Verwaltungszentrum in Stepanakert den Austritt aus dem Staatsverband der damaligen Aserbaidschanischen SSR verkündet hatte. Im September 1991 rief Stepanakert die Republik Bergkarabach aus, zu der das frühere autonome Gebiet und einige benachbarte von Armeniern bewohnte Siedlungen gehörten. Baku erklärte diesen Schritt für gesetzwidrig und löste die Autonomie von Karabach auf.

    Darauf kam es zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Die Karabach-Armenier wurden von armenischen Diasporen in aller Welt unterstützt, während Aserbaidschan mit Gewalt versuchte, die Abspaltung der Region zu verhindern. Am 12. Mai 1994 trat ein Waffenstillstandsabkommen in Kraft. Aserbaidschan verlor seine Kontrolle über Bergkarabach sowie gänzlich bzw. teilweise über sieben benachbarte Kreise.

    Verhandlungen über die friedliche Beilegung des Konflikts werden seit 1992 im Rahmen der Minsker OSZE-Gruppe geführt. Ihre Co-Vorsitzenden sind die USA, Russland und Frankreich. Bei dem Konflikt kamen nach Schätzungen rund 30.000 Menschen ums Leben.

    ak/sna/ae

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    Tags:
    Türkei, Drohne, Aserbaidschan, Armenien, Bergkarabach-Konflikt