17:43 27 November 2020
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    Eine Satirezeitschrift  wie „Charlie Hebdo“ wird es in Russland laut dem Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, niemals geben. Auch wenn der Großteil der russischen Bevölkerung sich zum orthodoxen Glauben bekenne, würden derzeit im Land etwa 20 Millionen Muslime leben.

     „Die Einzigartigkeit unseres Landes besteht in seiner multinationalen und multikonfessionellen Natur. Vertreter verschiedener Religionen leben in Russland in gegenseitigem Respekt zusammen. Und deshalb kann eine solche Zeitschrift in unserem Land gar nicht entstehen, auch angesichts unserer aktuellen Gesetzgebung ", so der Kremlsprecher weiter.

    Auf die Frage, ob es zulässig sei, Karikaturen von Gott zu zeichnen, antwortete Peskow ausweichend: „Gott ist eine so komplexe Substanz, dass es unmöglich ist, darüber von einem offiziellen Standpunkt zu diskutieren.“

    Spannungen wegen Karikaturen

    Nach dem brutalen Mord an dem Lehrer Samuel Paty durch einen mutmaßlichen Islamisten hatte der französische Präsident, Emmanuel Macron, mehrmals die Meinungsfreiheit und Veröffentlichung von Karikaturen des islamischen Propheten Mohammed in der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ verteidigt. Der Lehrer hatte im Unterricht die Bilder als Beispiel für Meinungsfreiheit gezeigt.

    Macron stellte Maßnahmen im Kampf gegen „islamistischen Separatismus“ vor. Es gehe darum, einen „Islam der Aufklärung“ aufzubauen und ihn von ausländischem Einfluss zu befreien. Auch die Finanzierung von Moscheen soll stärker kontrolliert werden.

    ekn/gs/sna

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    Tags:
    Mord, Charlie Hebdo, Emmanuel Macron