13:05 04 Dezember 2020
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    Mögliche Komplizen des Täters von Nizza gesucht; Wer gut durch Corona-Krise kommt, soll mehr zahlen sagt SPD; WHO warnt vor psychischen Erkrankungen durch Lockdown; Frankreich verhängt wieder Ausgangsbeschränkungen; Unklarheit nach Fahrt eines Autos in Menschengruppe; Flixbus stellt Betrieb im November vorübergehend ein

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Freitag geschehen ist.

    Mögliche Komplizen des Täters von Nizza gesucht

    Nach der brutalen Messerattacke in der Mittelmeer-Metropole Nizza mit drei Toten wollen Anti-Terror-Ermittler herausfinden, ob der Tatverdächtige möglicherweise von Komplizen unterstützt wurde. Sie wollen auch genauer erfahren, wie der Mann, der aus Tunesien stammen soll, nach Südfrankreich kam. Der von Polizisten schwer verletzte Terrorverdächtige kam in ein Krankenhaus und schwebt in Lebensgefahr, wie Anti-Terror-Staatsanwalt Jean-François Ricard berichtete. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will am Vormittag bei einem nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat über das weitere Vorgehen beraten. Der 42-Jährige hatte am Tatort von einem islamistischen Terroranschlag gesprochen und den Katholiken Unterstützung zugesichert. Frankreich wird seit einigen Wochen wieder schwer von Terrorismus getroffen. Im Land wurde die höchste Terrorwarnstufe ausgerufen.

    Wer gut durch Corona-Krise kommt, soll mehr zahlen sagt SPD

    In der SPD werden die Stimmen lauter, die Steuererhöhungen für Gutverdiener zur Finanzierung des stark belasteten Staatshaushalts fordern. Der finanzpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Lothar Binding, sagte der „Bild“, die Menschen, die gut durch die Corona-Krise kämen, sollten anschließend dem Staat mit seiner Rekordverschuldung helfen, „wieder auf die Beine zu kommen“. Binding sprach in diesem Zusammenhang von einer Selbstverständlichkeit. Ähnlich hatte sich bereits Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Scholz geäußert. Wirtschaftsminister Altmaier bekräftigte dagegen seine Ablehnung. Steuererhöhungen seien aus seiner Sicht eher Gift für die Konjunktur. Daher werde er sich nach der Bundestagswahl im kommenden Jahr dafür einsetzen, dass es auch weiterhin keine geben werde.

    WHO warnt vor psychischen Erkrankungen durch Lockdown

    Die Weltgesundheitsorganisation hat vor negativen Nebeneffekten landesweiter Lockdowns im Kampf gegen die Corona-Pandemie gewarnt. Zwar könnten strikte Beschränkungen dabei helfen, Ansteckungsketten zu unterbrechen und zur Erholung des Gesundheitswesens beitragen, erklärte der Europa-Direktor der Organisation, Hans Kluge. Allerdings hätte das auch seinen Preis. So sei bei strikten Lockdown-Maßnahmen mit einem Anstieg bei psychischen Erkrankungen und häuslicher Gewalt zu rechnen.

    Frankreich verhängt wieder Ausgangsbeschränkungen

    Im Kampf gegen die Corona-Epidemie gelten in Frankreich weitreichende Ausgangsbeschränkungen. Die neuen Maßnahmen traten in der Nacht um 00.00 Uhr in Kraft - sie sind zunächst bis zum 1. Dezember befristet. Bürger dürfen sich nicht mehr ohne Weiteres frei bewegen. Menschen können zwar auf die Straße gehen, wenn sie arbeiten, wichtige Einkäufe erledigen, einen Arzt aufsuchen oder frische Luft schnappen wollen, müssen dafür dann aber eine Bescheinigung ausfüllen. Sport ist eine Stunde pro Tag in einem Umkreis von einem Kilometer vom Wohnort erlaubt.

    Unklarheit nach Fahrt eines Autos in Menschengruppe

    Nach der tödlichen Fahrt eines Autos in eine Gruppe Menschen in Kempen am Niederrhein will die Polizei aufklären, wie es zu dem Vorfall gekommen ist. Derzeit gebe es keine Hinweise darauf, dass der 30-jährige Fahrer vorsätzlich in die Gruppe gefahren sei, teilte die Polizei mit. Ein zwölfjähriger Junge kam bei dem Vorfall am Donnerstagnachmittag ums Leben. Seine 39-jährige Mutter und ein 43 Jahre alter Fußgänger wurden schwer verletzt. Der zwei Jahre alte Bruder des Verstorbenen erlitt leichte Verletzungen. Rettungshubschrauber flogen die Verletzten in eine Klinik.

    Die Unfallstelle auf der Straße Richtung Tönisvorst befindet sich nach Angaben eines Polizeisprechers in einer langgezogenen Rechtskurve an einem Waldstück. Sie ist unbeleuchtet. Hier war der Fahrer gegen 16.30 Uhr von der Straße abgekommen. Sein Wagen schleuderte über den Fuß- und Radweg auf ein Feld, wo er stehen blieb. Der Bruder des Todesopfers hatte zum Zeitpunkt des Zusammenpralls in einem Kinderwagen gesessen. Das Gefährt wurde vollständig zerstört, wie Bilder zeigen. Der Autofahrer wurde bei dem Vorfall im Kreis Viersen leicht verletzt.

    Flixbus stellt Betrieb im November vorübergehend ein

    Der Fernreise-Anbieter Flixbus stellt aufgrund der neuen Corona-Kontaktbeschränkungen seinen Betrieb vorübergehend ein. Der Mitgründer und Geschäftsführer von Flix Mobility, André Schwämmlein, verwies in der „Welt am Sonntag“ auf die von der Politik gewünschten Reiseeinschränkungen.

    mk/dpa/ae

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    Tags:
    WHO, SPD, Deutschland, Coronavirus, Nizza, Frankreich