21:12 23 November 2020
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    Ein Seebeben der Stärke 6,6 hat am Freitag den Westen der Türkei erschüttert. Laut der türkischen Katastrophenschutzbehörde AFAD lag das Epizentrum in der Ägäis in einer Tiefe von 16,54 Kilometern. Nach jüngsten Angaben sind insgesamt mindestens acht Menschen ums Leben gekommen, 321 weitere wurden verletzt.

    Die starken Erdstöße waren in den westtürkischen Städten Izmir, Istanbul sowie Bursa zu spüren. Auch in Griechenland waren die Erschütterungen zu spüren. Besonders die Insel Samos ist betroffen, dort gab es Berichte über Gebäudeschäden. Mit rund 30 Sekunden Dauer soll das Erdbeben außergewöhnlich lang gewesen sein, teilt das Rathaus von Samos mit. 

    Die Katastrophenschutzbehörde AFAD spricht inzwischen von mindestens sechs Toten und 321 Verletzten in der Türkei. Zudem wurden auf Samos nach griechischen Medienberichten zwei Jugendliche infolge des Erdbebens getötet, acht Menschen wurden verletzt.

    Der Gouverneur von Izmir, Selim Köşger, teilte mit, bislang seien 70 Menschen aus den Trümmern geborgen worden. Er bestätigte außerdem, dass die Erdstöße in der Stadt Seferihisar einen Zunami auslösten. 

    Auf Samos stiegen Staubwolken auf, etliche Gebäude seien beschädigt, berichtete das griechische Staatsfernsehen. Außerdem herrsche Angst vor einem Tsunami, weil das Wasser nach dem Beben über die Hafenmauer über die Straßen rann. Das Beben konnte sogar in der griechischen Hauptstadt Athen gespürt werden.

    In Istanbul wurden vorerst keine negativen Folgen des Erdbebens registriert, meldet die Agentur Anadolu unter Verweis auf den Gouverneur der Provinz.

    Mindestens sechs Gebäude sind in Izmir infolge des Erdbebens eingestürzt, teilt der türkische Innenminister Süleyman Soylu mit. Rettungskräfte seien bereits vor Ort. Der Bürgermeister der Stadt, Tunç Soyer, spricht jedoch von 20 zerstörten Gebäuden. 

    Die Behörden der Stadt haben ein Krisenzentrum eingerichtet. 

    Der türkische Nachrichtensender TRT zeigte Bilder von einem eingestürzten Gebäude in Izmir und berichtete von Panik auf den Straßen während des Bebens. Telefonverbindungen seien unterbrochen gewesen.

    Der Artikel wurde aktualisiert.

    ai/ta/ae/dpa/sna

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    Tags:
    Erdbeben, Türkei, Griechenland