09:38 04 Dezember 2020
SNA Radio
    Panorama
    Zum Kurzlink
    4624
    Abonnieren

    Ein Beamter der Kölner Bundespolizei soll Corona-Skeptikern Tipps gegeben haben, wie sie sich bei Demonstrationen gegen den Zugriff durch Polizisten wehren können. Laut der Behördensprecherin Martina Dressler prüft die Bundespolizei mehrere Sprachnachrichten, die der Beamte in einer Chatgruppe des Messengerdienstes Telegram gepostet hat.

    Nach einem Bericht des „Kölner Stadt-Anzeiger“ bot der Mann, der sich „Peter aus Köln“ nennt, den Gruppenmitgliedern seine Unterstützung an. Wenn die Polizei zum Beispiel bei einer Demo einen bestimmten Teilnehmer ins Visier nehme, sollten andere Demonstranten die Polizisten durch „ganz einfaches Blocken“ oder „einfaches Einhaken“ von ihm fernhalten, riet er laut Zeitung in einer Sprachnachricht.

    Nach Angaben von Dressler war der Beamte außerdem an einem Tag ohne den vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz zum Dienst erschienen. Da er kein medizinisches Attest vorweisen konnte, das ihn vom Tragen der Maske befreien würde, habe der Vorgesetzte ihn von der Dienststelle verwiesen.

    Zudem hat die Bundespolizei nach Angaben von Dressler bereits vor einiger Zeit einen anderen Beamten vom Dienst suspendiert, der bei „Querdenken“-Demos gegen die Corona-Maßnahmen als Redner aufgetreten war. Gegen ihn laufe „ein umfängliches Disziplinarverfahren“, sagte Dressler.

    mka/dpa/gs

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Sieben mögliche Raketen-Pannen verhindert – Roskosmos
    Journalisten von Sputnik und Baltnews in Lettland festgenommen – Moskau kritisiert scharf
    Nato 2030 – Neue Strategie gegen ein “anhaltend aggressives Russland“
    Tags:
    Coronavirus, Demonstrationen, Bundespolizei