19:11 27 November 2020
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    Das aserbaidschanische Verteidigungsministerium hat Berichte von der armenischen Seite über den angeblichen Einsatz von Phosphormunition durch die aserbaidschanischen Streitkräfte auf dem Gebiet von Bergkarabach dementiert.

    Zuvor hatte der armenische Ombudsmann Arman Tatojan Aserbaidschan vorgeworfen, Phosphor-Waffen in Bergkarabach eingesetzt zu haben.

    „In der Ausrüstung der Streitkräfte Aserbaidschans gibt es keine völkerrechtlich verbotenen Waffen und Munition. Durch die Verbreitung solch unbegründeter Berichte versucht Armenien, seine Kriegsverbrechen gegen die aserbaidschanische Zivilbevölkerung zu verheimlichen“, heißt es in einer Mitteilung des Pressedienstes der aserbaidschanischen Armee.

    Konflikt in Bergkarabach

    Der Konflikt in Bergkarabach war am 27. September eskaliert. Die Behörden der international nicht anerkannten Republik berichteten über Artilleriebeschuss friedlicher Siedlungen, einschließlich ihrer Hauptstadt Stepanakert. Zwischen Armenien und Aserbaidschan kam es zu schweren militärischen Auseinandersetzungen, die seitdem andauern. Baku und Jerewan machen sich gegenseitig für die Verschärfung der Lage verantwortlich.

    Die Behörden von Bergkarabach erklärten den Kriegszustand und eine Mobilmachung in der Republik. Auch Armenien verkündete den Kriegszustand und eine allgemeine Mobilmachung. Aserbaidschan führte den Kriegszustand in einigen Regionen des Landes ein und verkündete eine teilweise Mobilmachung. Armenien wirft der Türkei vor, Aserbaidschan aktiv zu unterstützen.

    Die Staatschefs Russlands, der USA und Frankreichs hatten die Konfliktparteien dazu aufgefordert, die Kämpfe einzustellen und sich zur Aufnahme von Verhandlungen ohne Vorbedingungen zu verpflichten. Die Türkei versprach, Aserbaidschan jede gewünschte Unterstützung vor dem Hintergrund einer weiteren Verschärfung der Lage in Bergkarabach zu gewähren.

    Gespräche in Moskau

    Am 9. Oktober waren die Außenminister von Armenien und Aserbaidschan auf Einladung von Wladimir Putin zu Vermittlungsgesprächen nach Moskau gekommen. Die Gespräche dauerten mehr als zehn Stunden.

    Im Ergebnis dieser Gespräche wurde ein Waffenstillstand in der Konfliktregion um Bergkarabach vereinbart, der am 10. Oktober in Kraft trat und den beiden Konfliktparteien ermöglichen soll, Kriegsgefangene und Gefallene unter Vermittlung des Roten Kreuzes auszutauschen. Doch schon am selben Tag warfen die Seiten einander vor, gegen die Waffenruhe verstoßen zu haben. Ein zweiter Versuch, einen humanitären Waffenstillstand zu organisieren, wurde in der Nacht zum 18. Oktober unternommen.

    Das US-Außenministerium kündigte am 26. Oktober die Vereinbarung eines humanitären Waffenstillstandes an, aber auch danach beschuldigten die Konfliktparteien einander, sich nicht daran zu halten.

    asch/sna/ae

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    Bergkarabach-Konflikt, Bergkarabach-Konflikt, Phosphorbombe, Armenien, Aserbaidschans Verteidigungsministerium, Aserbaidschans Armee, Aserbaidschan