06:40 03 Dezember 2020
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    Zehntausende haben trotz der Coronavirus-Pandemie in Taiwan für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Trans-Menschen (LGBT) demonstriert. Gleichgeschlechtliche Ehen sind in Taiwan seit dem Jahr 2017 erlaubt, dies darf aber laut dem Vorsitzenden des LGBT-Bündnisses, Shao Li-yi, nicht das Ende der Errungenschaften sein.

    An der traditionellen Gay-Pride-Parade in der Hauptstadt Taipeh, die als größte solche Parade in Asien gilt, beteiligten sich auch Mitglieder der regierenden Fortschrittspartei (DPP), wie die Veranstalter mitteilten. Diese sprachen von insgesamt rund 130.000 Teilnehmern. Gäste aus dem Ausland konnten wegen der Pandemie dieses Mal nicht anreisen.

    Die Regierung hatte die Demonstranten zuvor aufgerufen, Masken zu tragen und Abstandsregeln einzuhalten. Die Inselrepublik hat seit mehr als 200 Tagen keine lokalen Corona-Fälle mehr verzeichnet.

    2017 hatte Taiwans Verfassungsgericht gleichgeschlechtliche Ehen erlaubt. Dies dürfe aber nicht das Ende der Errungenschaften sein, sagte der Vorsitzende des LGBT-Bündnisses, Shao Li-yi. Er forderte Fortschritte etwa beim Adoptionsrecht und der Gesetzgebung zur künstlichen Befruchtung.

    ekn/dpa/gs

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    Tags:
    Coronavirus, Gay-Pride, LGBT, Taiwan