06:04 03 Dezember 2020
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    Trump kritisiert drakonische Lockdowns in Europa; Corona-Maßnahmen-Lockerung unwahrscheinlich, sagt Kanzleramt-Chef; Farage stellt Brexit-Partei auf Anti-Lockdown-Partei um; Sorgen um deutsche Wirtschaft bei Wahlsieg Trumps; Öffentliches Leben wird heruntergefahren; Castor-Transportschiff legt in Nordenham an

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Montag geschehen ist.

    Trump kritisiert drakonische Lockdowns in Europa

    US-Präsident Donald Trump hat Kritik an den „drakonischen Lockdowns“ in Europa geübt und solche Maßnahmen für die USA trotz steigender Infektionszahlen ausgeschlossen. „Schauen Sie sich an, was in Europa passiert ist“, sagte Trump bei einem Wahlkampfauftritt in Hickory im Bundesstaat North Carolina. „Die Menschen begehren auf, sie wollen und können das nicht mehr tun. Europa hat drakonische Lockdowns verhängt, und trotzdem explodieren ihre Fallzahlen, die Zahl ihrer Toten nimmt stark zu, und ihre Wirtschaften liegen in Trümmern, wenn man ehrlich ist.“

    Corona-Maßnahmen-Lockerung unwahrscheinlich – Kanzleramt-Chef

    Kanzleramtsminister Helge Braun hat wenig Hoffnung, dass schon in kurzer Zeit wieder Maßnahmen des ab heute geltenden Lockdowns zurückgenommen werden können. Er halte es nicht für wahrscheinlich, dass man in zwei Wochen schon Maßnahmen lockern könne, sagte der CDU-Politiker am Sonntagabend in der ARD. Doch gehe er insgesamt fest davon aus, dass das Infektionsgeschehen mit den Maßnahmen, die man jetzt beschlossen habe, wirklich deutlich gebremst werde. Der Gesamterfolg hänge vom Willen jedes Einzelnen ab. Den Geist, der im März geherrscht habe, brauche man auch in diesem Winter wieder.

    Farage stellt Brexit-Partei auf Anti-Lockdown-Partei um

    Pro-Brexit-Demo in London (Archivbild)
    © Sputnik / Justin Griffiths-Williams (ARCHIVFOTO)
    Der bekannte Brexit-Verfechter Nigel Farage will seine Brexit-Partei zur Anti-Lockdown-Partei umkrempeln. Die neue Partei solle künftig den Namen Reform UK tragen, schreibt Farage in einem Beitrag für die Zeitung „The Telegraph“. Die Bewegung stehe für einen fokussierten Schutz nur für die in der Coronavirus-Pandemie am stärksten gefährdeten Personen. Farage ist Chef der Brexit-Partei. Der britische Premierminister Boris Johnson hatte am Samstag angesichts steigender Corona-Infektionen erneut einen Lockdown für England angeordnet.

    Sorgen um deutsche Wirtschaft bei Wahlsieg Trumps

    DIW-Chef Marcel Fratzscher macht sich im Falle einer zweiten Amtszeit von Präsident Donald Trump mehr Sorgen um die deutsche als um die US-Wirtschaft. Er habe die Sorge, dass Deutschland wirtschaftlich mehr zu verlieren habe als die USA unter Präsident Trump, sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung der Deutschen Presse-Agentur. Wenn Trump die Wahl gewinnt, werde die Demokratie in den USA Schaden nehmen, ebenso der Multilateralismus. Wirtschaftlich gesehen mache er sich mittelfristig aber weniger Sorgen. Die US-Wirtschaft werde weiter sehr dynamisch sein.

    Öffentliches Leben wird heruntergefahren

    Strenge Kontaktbeschränkungen, geschlossene Restaurants und Freizeiteinrichtungen – seit Mitternacht gilt in ganz Deutschland ein (vorerst auf vier Wochen beschränkter) Lockdown. Die in Kraft getretenen Regelungen stehen nach wie vor in der Kritik. Gleichzeitig rechnen Krankenhäuser in Deutschland schon bald mit einem neuen Höchststand an Intensivpatienten in der Corona-Pandemie.

    Castor-Transportschiff legt in Nordenham an

    Ein Transportschiff mit sechs Castoren an Bord hat am frühen Montagmorgen den Hafen in Nordenham erreicht. Die mit Atommüll beladenen Behälter sollen anschließend auf einen Zug verladen werden, sagte ein Sprecher der Gesellschaft für Nuklear-Service. Danach soll der Zug die Behälter in das Zwischenlager im hessischen Biblis fahren. Bis jetzt laufe alles nach dem Zeitplan. Das Schiff war am vergangenen Dienstag im britischen Sellafield ausgelaufen. Aufgrund internationaler Verpflichtungen muss Deutschland seinen im Ausland aufbereiteten Atommüll zurücknehmen. An dem Transport des gefährlichen Materials gibt es viel Kritik. So sehen Umweltschützer beispielsweise Mängel an dem Zwischenlager Biblis und Sicherheitsdefizite bei den Atommüllbehältern. Die für die Lagerung des hoch radioaktiven Atommülls zuständige Gesellschaft für Zwischenlagerung wies die Bedenken zurück.

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