20:09 24 November 2020
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    Trump kritisiert drakonische Lockdowns in Europa; Italien bekommt drei Corona-Risikozonen; Unkorrekte Zahlen bei Intensivbetten; 127.000 aus Autos abgegebene Stimmen in Texas bleiben gültig; Wahltag in USA eröffnet; Hurrikan nimmt Fahrt auf und steuert auf Mittelamerika zu

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Dienstag geschehen ist.

    Islamistisches Motiv bei Anschlag in Wien

    Bei der Terrorattacke in Wien sind nach Angaben der österreichischen Polizei drei Passanten getötet worden. Es seien zwei Männer und eine Frau. Dazu komme der von der Polizei erschossene Täter, hieß es heute Morgen. Die Polizei sprach außerdem von mindestens 15 zum Teil schwer verletzten Menschen. Die Attacke geht nach den Worten von Österreichs Innenminister Karl Nehammer auf das Konto mindestens eines islamistischen Terroristen. Der Attentäter sei ein Sympathisant der Terrormiliz „Islamischer Staat“ gewesen, sagte Nehammer. Der Mann sei mit einem Sturmgewehr bewaffnet gewesen und habe außerdem eine Sprengstoffgürtel-Attrappe getragen. Er habe offenbar Panik verbreiten wollen. Der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Franz Ruf, hat verstärkte Kontrollen an den Grenzen des Landes angekündigt. Mindestens ein Täter soll nach Behördenangaben noch flüchtig sein.

    Italien bekommt drei Corona-Risikozonen

    Italien setzt im Kampf gegen die zweite Corona-Welle auf eine neue Strategie mit drei Risikozonen und weiteren Einschränkungen der Bewegungsfreiheit der Bürger. Wie Ministerpräsident Giuseppe Conte in Rom angekündigte, müssen zudem alle Museen und Ausstellungen im Land schließen. Die Mitte-Links-Regierung plant für öffentliche Transportmittel eine Obergrenze, nach der nur die Hälfte der Plätze besetzt werden darf. Vorgesehen seien auch nächtliche Ausgangsbeschränkungen, kündigte Conte im Parlament an, ohne Uhrzeiten zu nennen.

    Unkorrekte Zahlen bei Intensivbetten

    Die Angaben der Kliniken zur Zahl belegbarer Intensivbetten sind offenbar nicht immer korrekt. Hinweise und Stichproben zeigten, dass mitunter auch Betten als frei gemeldet würden, für die gar kein Pflegepersonal verfügbar sei, sagte DIVI-Präsident Uwe Janssens der dpa. Das Ausmaß der fehlerhaften Meldungen sei unklar. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) erfasst die Zahl der Intensivbetten zentral. Krankenhäuser sind seit dem Frühjahr verpflichtet, die Zahl belegbarer Intensivbetten täglich zu melden. Janssens will sich heute in Berlin mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und mehreren Experten zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie äußern.

    127.000 aus Autos abgegebene Stimmen in Texas bleiben gültig

    Republikaner sind im US-Bundesstaat Texas mit dem Versuch gescheitert, rund 127.000 Stimmzettel für ungültig erklären zu lassen, die Wähler direkt aus ihren Autos heraus abgegeben haben. Die Stimmen wurden im Harris County abgegeben, das als eher den Demokraten zugeneigt gilt. Texas hat seit dem Sieg von Jimmy Carter 1976 nicht mehr für einen Demokraten bei einer Präsidentenwahl gestimmt - in diesem Jahr zeigen die Umfragen aber ein relativ knappes Rennen zwischen dem republikanischen Amtsinhaber Donald Trump und dem Demokraten Joe Biden. Insofern könnten auch 127.000 Stimmen eine wichtige Rolle spielen. Ein Bundesrichter in Houston wies eine Klage von vier Republikanern ab, die forderten, die Stimmzettel nicht zu berücksichtigen.

    Wahltag in USA eröffnet

    Mit Abstimmungen in kleinen Orten im Bundesstaat New Hampshire hat um Punkt Mitternacht (Ortszeit) der Wahltag in den USA begonnen. Das erste Ergebnis wird aus dem Dorf Dixville Notch erwartet, dass schon seit 1960 stets zu Beginn der „Geisterstunde“ votiert. Hier gibt es weniger als ein Dutzend registrierte Wähler, so dass gleich nach der Stimmabgabe ausgezählt wird. Auch in dem kleinen Örtchen Millsfield wird traditionell um Mitternacht abgestimmt. Im Ort Hart's Location fällt die Mitternachtsabstimmung bei dieser Präsidentschaftswahl wegen der Corona-Pandemie aus. Hier öffnen die Wahllokale wie andernorts erst einige Stunden später.

    Hurrikan nimmt Fahrt auf und steuert auf Mittelamerika zu

    Mittelamerika wappnet sich für Hurrikan „Eta“. Auf seinem Weg über die Karibik gewann der gefährliche Wirbelsturm am Montag immer mehr an Kraft und zog mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 240 Kilometern pro Stunde auf die Küste von Nicaragua zu. Es wurde erwartet, dass der Hurrikan der zweitstärksten Kategorie vier am frühen Dienstagmorgen (Ortszeit) auf Land trifft, wie das US-Hurrikanzentrum mitteilte. In Nicaragua und Honduras wurde mit starkem Regen und heftigem Wind gerechnet.

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